Weniger Nettogewinn erwartet
Pfizer will jährlich 4 Milliarden Dollar einsparen

Der US-Pharmakonzern Pfizer hat heute erste Details zu seinem Restrukturierungsprogramm bekannt gegeben. Bis 2008 seien jährliche Kosteneinsparungen von 4 Mrd. Dollar geplant, 12% der Gesamtaufwendungen. Im laufenden Jahr sei mit „mäßigen“ finanziellen Folgen der Restrukturierung zu rechnen.

HB NEW YORK. In den beiden Jahren darauf sei dann mit „deutlichen“ Verbesserungen zu rechnen. Die Kosten für die eingeleiteten Initiativen bezifferte Pfizer bis 2008 auf 5 Mrd bis 6 Mrd USD. Die New Yorker Börse honorierte die Ankündigung des Konzerns in einem insgesamt freundlichen Umfeld mit einem Kursplus von gut drei Prozent auf 26,71 Dollar.

Der Geschäftsbetrieb soll über mehrere Jahr geprüft werden, um die Kosten zu reduzieren. Außerdem soll das Sortiment ergänzt werden, da der auslaufende Patentschutz einiger Mittel zu einer Umsatzbelastung führe. „Die Zeit, sich selbst neu zu erfinden, ist gekommen“, sagte der Pfizer-CEO und Chairman Hank McKinnell. Es gebe aber keine Einzelmaßnahme, keine „magische Kugel“, mit der die Verbesserungen zu erreichen seien.

Für das laufende Jahr rechnet Pfizer mit einem Nettogewinn von 8,6 Mrd. Dollar, ein Viertel weniger als im Vorjahr, und einem Gewinn je Aktie von 1,16 Dollar. Neue Bilanzierungsregeln für die Verbuchung von Aktienoptionen als Kosten sollen zu einer Belastung von 200 Mill. Dollar bzw 0,03 Dollar je Aktie führen, teilte das Unternehmen am Dienstag anlässlich einer Analystenkonferenz mit. Der Umsatz soll vergleichbar zu den Einnahmen des Vorjahres von 52,5 Mrd. Dollar sein.

Den schwachen Ausblick für 2005 begründete Pfizer in erster Linie mit dem Auslaufen von Patenten. Dadurch könnten die Hersteller von Generika Marktsegmente besetzen, in denen Pfizer bisher mit vier Produkten allein in den USA jährliche Umsätze von mehr als fünf Milliarden Dollar erzielte. Dazu zählen das Anti-Pilz-Mittel Diflucan, das Epilepsie-Medikament Neurontin, das Antibiotikum Zithromax und Accupril gegen hohen Blutdruck.

Im kommenden Jahr werde sich das Geschäft jedoch schnell wieder erholen und 2007 verbessern. Pfizer wolle die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 2005 auf 8 Mrd. Dollar erhöhen, 300 Mill. Dollar mehr als im Vorjahr. Die Initiativen zur Steigerung der Effektivität sollen 2006 beim bereinigten Ergebnis die Rückkehr zu zweistelligen Wachstumsraten ermöglichen.

Weiter teilte der Pharmakonzern mit, die Studien zum Medikament “Edotecarin“ seien abgebrochen worden. Das Präparat sei an die Banyu Pharmaceuticals zurückgegeben worden, hieß es ohne Nennung weiterer Details. Pfizer habe derzeit 102 Wirkstoffkandidaten in der frühen Entwicklung. 33 Mittel befänden sich in einer mittleren und acht in der fortgeschrittenen Entwicklung. Sechs Präparate befänden sich auf dem Weg zur Registrierung. Bei 78 Produkten werde an einer Verbesserung gearbeitet. Bei der US-Gesundheitsbehörde FDA sei die Zulassung für das Insulin zum Inhalieren, “Exubera“, beantragt worden.

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