Weniger Neuzulassungen
Französischer Automarkt unter Druck

Die Franzosen schieben Autokäufe zurzeit lieber auf, die Zahl der Neuzulassungen sank um 3,8 Prozent – 160.000 Fahrzeuge weniger als im Vorjahresmonat. Besonders stark betroffen sind die US-Hersteller.
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Paris/MadridDer französische Automarkt hat im Oktober einen Rückschlag erlitten. Die Neuzulassungen gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent auf gut 160.000 Fahrzeuge zurück, wie die Industrievereinigung CCFA am Montag mitteilte. Auf vergleichbarer Basis sanken die Zahlen demnach zum ersten Mal seit Februar.

Unter dem Druck der düsteren Wirtschaftslage schieben Privatkunden und Unternehmen größere Neuanschaffungen auf. Wenn sich die Franzosen aber zu einem Autokauf durchringen, zieht es sie am ehesten noch zu den heimischen Anbietern: Dank neuer Modelle konnte Renault den Rückgang auf 0,4 Prozent begrenzen, Peugeot Citroen auf 1,5 Prozent.

Bei Volkswagen lief es mit einem Minus von 4,8 Prozent dagegen schlechter als im Marktdurchschnitt. Besonders herbe Rückschläge mussten aber die US-Hersteller hinnehmen: Ford lieferte dem Branchenverband zufolge im Oktober 6,8 Prozent weniger aus. General Motors litt unter dem Ende der Marke Chevrolet in Europa und brachte insgesamt 22 Prozent weniger Fahrzeuge an die Franzosen.

Ein Lichtblick war die deutsche GM-Tochter Opel, die 13 Prozent zulegen konnte. Insgesamt kann Frankreich mit dem allgemeinen Aufschwung am Automarkt nicht recht Schritt halten.

So wurden in Spanien im Oktober 26,1 Prozent mehr Fahrzeuge zugelassen, wie der Herstellerverband Anfac mitteilte. Das ist der 14. Monat in Folge mit einem Plus und fast derselbe Wert wie im September (26,2 Prozent). Im Verlauf des Montags werden auch noch die Absatzzahlen aus den USA erwartet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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