Weniger Stellen fallen weg
Miele-Mitarbeiter kommen glimpflich davon

Der Hausgerätehersteller Miele streicht weniger Stellen als ursprünglich geplant, denn die Kunden greifen wieder vermehrt zu den Produkten aus Gütersloh und Bielefeld. So viel Glück hatten die Kollegen der AEG in Nürnberg nicht.

HB GÜTERSLOH. Statt 1 077 sollen 888 Arbeitsplätze abgebaut werden, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag und bestätigte einen Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Das Gütersloher Unternehmen hatte im Februar angekündigt, bis Ende kommenden Jahres 1 077 der 11 046 Arbeitsplätze in Deutschland zu streichen. Doch inzwischen hätten Absatz und Produktion so angezogen, dass man mehr Leute an Bord behalten könne.

Zudem sei mit dem Betriebsrat vereinbart, den Kündigungsschutz um ein Jahr bis Ende 2007 zu verlängern, wird ein Unternehmenssprecher im Blatt zitiert. Miele rechne im laufenden Geschäftsjahr mit einem höheren Umsatzwachstum als im vergangenen Turnus, als der Umsatz um 5,2 Prozent auf 2,26 Mrd. Euro gestiegen war.

Der Sprecher begründete die Aufwärtsentwicklung mit dem Markterfolg neuer Produkte sowie der verstärken Präsenz im Ausland, wo Miele inzwischen 70 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet. Das Staubsauger-Werk in Bielefeld sei voll ausgelastet und komme kaum mit der Produktion nach. Auch das Stammwerk in Gütersloh sei gut ausgelastet.

Die guten Nachrichten von Miele werfen ein neues Licht auf die kürzlich angekündigte Schließung des Nürnberger AEG-Hausgerätewerks im Jahr 2007. 1750 Mitarbeiter werden arbeitslos. Der AEG-Mutterkonzern und Miele-Konkurrent Electrolux hatte den Kahlschlag mit zu hohen Lohnkosten, gesunkenen Gerätepreisen und einem gesättigten Markt begründet. Miele scheint mit den Problemen wesentlich besser fertig zu werden. Die Mitarbeiter profitieren davon.

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