Werbeauftritte erfüllen alle Klischees
Brauereien setzen auf den Fußball

Rudi Assauer hat es noch einmal geschafft. Der Manager des FC Schalke 04 konnte dem vakanten Titel „Schluckspecht der Nation“ um Haaresbreite entgehen. Die verbale Entgleisung von DSF-Sportmoderator Jörg Wontorra, pikanterweise in der Sendung „Doppelpass - Die Krombacher Runde“, Assauer würde sich offenbar überwiegend flüssig ernähren, endete mit einer öffentlichen Entschuldigung des Sportreporters. Denn Assauers bekanntes Engagement für die Brauerei Veltins ist zunächst ein rein berufliches.

GELSENKIRCHEN. Die Brauerei, seit langen Jahren Werbepartner von Schalke 04, erwarb zuletzt für zehn Jahre die Namensrechte an der Spielstätte des Gelsenkirchener Traditionsvereins, die seit dieser Saison Veltins-Arena heißt. Dafür zahlt die Brauerei dem Verein jährlich etwa 4,5 Millionen Euro. Darüber hinaus werben Schalke-Manager Assauer und seine Lebensgefährtin, die Schauspielerin Simone Thomalla, in TV-Spots und auf Großflächenplakaten.

„Fußball, Bier und Bratwurst gehören zusammen“, ist Assauers feste Überzeugung. Eine Verbindung, die sich für Veltins in vielerlei Hinsicht bereits auszahlte. Gleich zu Beginn der Fußballbundesliga-Saison 2005/2006 legte der Bekanntheitsgrad von Veltins als Bier-Sponsor nach einer Untersuchung der Agentur „Sport + Markt“ um zwei Prozentpunkte auf 43 Prozent zu. Nachdem sich jetzt der Medienrummel um Assauers angebliche bevorzugte Ernährungsweise etwas gelegt hat, steht Veltins in bewährter Treue zum Schalke-Manager. „Wir sehen keinen Grund, zu Rudi Assauer auf Distanz zu gehen“, heißt es in der Brauerei, in der man gerade die emotionale Aufladung, die die Marke Veltins im Umfeld des Fußballes erfährt, besonders schätzt.

„Sport ist Emotion pur“, hebt auch Hans-Jürgen Grabias, Geschäftsführer der Krombacher Brauerei, die Energie hervor, die sein Unternehmen aus dem Sport-Sponsoring schöpft. Krombacher erreicht eine branchengestützte Bekanntheit von 52 Prozent. „Ein Top-Ergebnis, das durch die langfristige Präsenz im Fußballbereich zu erklären ist“, wertet „Sport + Markt“. Insgesamt lässt sich die Brauerei das Fußballengagement jährlich etwa neun Mill. Euro kosten, davon 1,5 Mill. Euro für die Trikotwerbung bei Arminia Bielefeld.

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