Werft
Thyssen-Krupp droht Nobiskrug-Sanierung zu blockieren

Die Rettung der angeschlagenen Werft Nobiskrug geht in die entscheidende Phase. Nach Informationen des Handelsblatts will der Vorstand von Thyssen-Krupp am Dienstag über eine Erhöhung der finanziellen Garantien entscheiden. Sollte das Gremium diese ablehnen, dann sei eine Insolvenz unausweichlich, verlautete aus dem Umfeld der Gespräche.

FRANKFURT. Thyssen hatte die Werft im Sommer 2008 an den russischen Investor Eagle River Capital verkauft, muss allerdings noch für fünf im Bau befindliche Mega-Jachten bürgen. Die Bürgschaften gelten für die von Kunden geleisteten Vorauszahlungen. Diese Bürgschaften sollen nun erhöht werden. Dies sei der letzte Baustein für eine Sanierung, hieß es. Ein Bankkonsortium um die HSH Nordbank wolle neue Kreditlinien im unteren zweistelligen Millionenbereich bereitstellen und der russische Investor die Mehrheit der Nobiskrug an ein Unternehmen aus dem Nahen Osten abgeben.

Thyssen-Krupp bestätigte, dass man an einer Sanierung der Werft beteiligt sei. "Alle Parteien müssen ihren Anteil dazu beitragen", sagte eine Sprecherin. Zu Details machte sie keine Angaben Sollte die in Rendsburg angesiedelte Nobiskrug mit ihren 420 Beschäftigten pleite gehen, dann könnte Thyssen-Krupp zur Kasse gebeten werden. Dabei handele es sich um eine Summe von mindestens 100 Millionen Euro, hieß es im Umfeld der Gespräche.

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