Werk für SUV-Geländewagen
Toyota baut achte Fabrik in den USA

Der japanische Autohersteller Toyota hat am gestrigen Dienstag angekündigt, im US-Bundesstaat Mississippi eine Fabrik für Komfortgeländewagen zu errichten. Es wäre die achte Fabrik in den Vereinigten Staaten. Die Entscheidung für ein neues Werk in den USA fiel auch aus politischen Gründen.

fmk TOKIO. „Unsere Entscheidung für ein neues Werk in den USA gründet sich auf unserer Politik, dort zu produzieren, wo Nachfrage entsteht“, sagte Firmenpräsident Katsuaki Watanabe. Ab 2010 sollen in der Stadt Blue Springs jährlich 150 000 Autos des Modells „Highlander“ vom Band laufen. Die Japaner investieren 1,3 Mrd. Dollar. Toyota errichtet damit seine achte Fabrik in den Vereinigten Staaten.

Toyota fährt seine Produktion in den USA auch aus politischen Gründen hoch. Die Japaner verkauften im vergangenen Jahr fast so viele Autos wie das einheimischen Schwergewicht Ford und konnten den Absatz um 13 Prozent ausbauen. Aus der Politik sind immer wieder Forderungen zu hören, Handelsregeln sollten der japanischen Konkurrenz das Leben schwerer machen. Wenn Toyota aber Arbeitsplätze schafft und kräftig investiert, ist gegen die Präsenz der Japaner kaum noch etwas einzuwenden. Der Konzern selbst spricht von „fortgesetzten Anstrengungen, in den USA lokaler zu werden“. Das Unternehmen schafft mit dem Highlander-Werk rund 2 000 Arbeitsplätze.

Bisher können Toyotas sieben Fabriken in den USA jährlich etwa 1,8 Mill. Autos pro Jahr produzieren. Mit der neuen Anlage und Erweiterungen vorhandener Standorte steigt die Zahl auf 2,17 Mill. Im abgelaufenen Quartal verkaufte Toyota in Nordamerika 764 000 Einheiten, im ganzen Jahr 2006 waren es 2,8 Mill. Einheiten. Die Exporte aus Japan nach Amerika stiegen zuletzt um 40 Prozent. Weltweit will Toyota im nächsten Geschäftsjahr (ab April) 8,5 Mill. Fahrzeuge absetzen.

Den Highlander stellt Toyota bislang in Japan her. Der mittelgroße Komfortgeländewagen ist ein Bestseller des Konzerns in Amerika; in Deutschland ist er nicht zu haben. Toyota erwartet, im Markt für Komfortgeländewagen, den Sports Utility Vehicles (SUV), weiter zu wachsen, obwohl die besondere Stärke der Japaner eher bei spritsparenden kleineren Modellen liegt. Einen Teil der aktuellen Krise den US-Autoherstellern führen Analysten auf die schweren und durstigen Autos in der Modellpalette zurück.

Im Quartal von Oktober bis Dezember sank der operative Gewinn des US-Arms von Toyota trotz Absatzplus um 11,3 Mrd. Yen (71 Mill. Euro) – ein Hauptgrund waren Startkosten eines neues Standorts in Texas.

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