Werk in Mexiko soll ausgebaut werden
VW will mehr als vier Milliarden Euro sparen

Europas größter Autobauer Volkswagen plant nach Worten von Konzernchef Bernd Pischetsrieder bis 2008 Einsparungen und Leistungssteigerungen über die bisher bekannten vier Milliarden Euro hinaus.

HB HAMBURG. Weil sich von den Wechselkursen über den Modellmix bis hin zu den Marktpreisen sehr viel ändern könne, sei die zur Ergebnissteigerung um vier Milliarden Euro bis 2008 nötige Summe an Einsparungen und Leistungssteigerungen „natürlich mehr als diese Zahl“, sagte Konzernchef Bernd Pischetsrieder im Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Das unlängst genannte Ziel sei keines für Einsparungen, sondern zur Ergebnisverbesserung. In einem Zeitungsinterview hatte Pischetsrieder gesagt, bis 2008 könnten nochmals mehr als vier Milliarden Euro an Ergebnisverbesserungsmaßnahmen nötig werden. Dies war vielfach als Sparziel für diesen Zeitraum verstanden worden. Für 2005 bekräftige Pischetsrieder das Ziel eines gegenüber 2004 höheren operativen Gewinns. „An der Prognose für das Gesamtjahr ändert sich nichts“, sagte er.

2004 hatte VW dank schneller Erfolge seines Sparprogramms „ForMotion“ besser abgeschnitten, als der Konzern selbst erwartet hatte. Der operative Gewinn vor Sondereinflüssen sackte zwar um zwölf Prozent auf zwei Milliarden Euro ab, blieb damit aber über der von Pischetsrieder zur Jahresmitte auf 1,9 Milliarden Euro gesenkten Prognose. In den ersten drei Monaten 2005 steigerte der Wolfsburger Konzern den operativen Gewinn dank weiterer Sparerfolge um 40 Prozent auf 464 Millionen Euro.

Pischetsrieder kündigte für 2008 die Einführung eines Hybridmodells im US-Bundesstaat Kalifornien an, wo die Abgasvorschriften besonders streng sind. Das Modell werde wahrscheinlich ein Jetta sein. Ein Neubau eines Werkes in Mexiko sei nicht geplant. Vielmehr solle der vorhandene Standort in Puebla ausgebaut werden. Eine Kapitalerhöhung sei nicht nötig, bekräftigte Pischetsrieder.

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