Werk in Salzgitter
Verhandlungen über Sanierung der MAN-Bussparte dauern an

Die Verhandlungen über die Sanierung der ertragsschwachen Bussparte von MAN in Salzgitter sind am Dienstag fortgesetzt worden. Einem Medienbericht zufolge, zeigt sich das Unternehmen nicht bereit, von seinem Plan, die Fertigung nach Polen zu verlagern, abzuweichen.

HB SALZGITTER. Die IG Metall dagegen fordert den Erhalt der kompletten Bussparte in Salzgitter und hat MAN vor einem „Großkonflikt“ gewarnt.

Unterdessen berichtet die „Financial Times Deutschland“ MAN sei fest entschlossen, seine Busproduktion aus Salzgitter abzuziehen. „Ich gehe fest davon aus, dass die Komplettfertigung im Niederflurbereich nach Polen verlagert wird, da sie sich in Deutschland nicht mehr realisieren lässt“, sagte der Chef der Nutzfahrzeugsparte, Anton Weinmann. Am Montag waren die Verhandlungen mit der IG Metall über das mit Ertragsproblemen kämpfende Busgeschäft erneut vertagt worden. Die IG Metall fordert die komplette Erhaltung der Bussparte in Salzgitter.

Die Gespräche zur Restrukturierung des Werks in Salzgitter liefen, sagte Weinmann. MAN plant schon länger, die Forschung und Entwicklung für den Bereich Busse in München zu konzentrieren. Im Sommer hatte Konzernchef Hakan Samuelsson zudem angekündigt, eine Verlagerung der Busproduktion ins Ausland zu prüfen, um das Sorgenkind des Konzerns wieder auf Vordermann zu bringen. Dank der niedrigeren Löhne in Polen ergäben sich Kostenvorteile gegenüber Deutschland von 30 Euro pro Stunde, so Samuelsson. „Wir wollen weiter Busse bauen, aber wir müssen das besser machen als heute“, sagte er.

Von einer Verlagerung der Bussparte nach Polen wären mehr als 1000 der rund 2600 MAN-Arbeitsplätze in Salzgitter betroffen. MAN hat dort auch einen Lkw-Bereich.

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