Neue Hiobsbotschaft für den Solarstandort Deutschland: Das US-Unternehmen First Solar schließt Ende des Jahres sein Werk in Frankfurt/Oder. Mehr als 1000 Mitarbeiter sind in der „Solarstadt“ betroffen.

Kommentare

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  • Wenn die Sonne untergeht
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    Diese ineffektive Branche lebt nur von Subventionen. Bleiben diese aus, gehen sie pleite.
    Sie haben ihr Geschäftsmodell darauf aufgebaut.

    Solarstandort Deutschland?
    Deutschland hat so viele Sonnenstunden wie Island und ohne den Subventionswahnsinn würde es auch diese sogenannten "Arbeitsplätze" nicht geben.

  • Nicht nur Frankfurt/Oder ist betroffen, sondern auch der Vertrieb in Mainz wird bis ende des Jahres nicht mehr exsistieren. Dort sind auch rund 150-200 Mitarbeiter von der Schließung betroffen!

  • Solange wir noch in der Lage sind Umweltkatastrophen und Wetterkapriolen mit Geld bei großen Rückversicherern versichern zu können, scheint ja noch alles prima zu sein. Alles hat seinen Preis, manche sind nur so naiv und schauen auf die falschen Rechnungen! Über solchen Luxus wird man später noch die Stirn runzeln und diese Zeit als eine Zeit dominierender Beschränktheit im Gedächtnis behalten.

  • Ich bitte schon vorab um Entschuldigung, dass ich etwas polemisch werde. Doch jahrelange Beobachtung und fachliche Zuarbeit für die Politik hat mich gelehrt, dass die Dummheit und fachliche Unfähigkeit von (Berufs)Politikern wenn es um wirtschaftliche strategische Dinge geht, in Deutschland kaum zu ertragen ist.

    Lobbyisten in allen Bereichen, gezielt von Unternehmen und Verbänden in den Parteien positioniert untergraben systematisch den demokratischen Ansatz zum fairen Interessensausgleich. Aber vielleicht ist Demokratie in Deutschland auch nie wirklich in den Herzen der Menschen angekommen und man möchte von solchen Leuten regiert werden, die bestimmen wo es lang gehen soll, weil es auch bequemer ist. Wer von den Politikern blickt denn schon wirklich durch, was uns die exorbitante Ausbeutung und Nutzung fossiler und atomarer Energien wirklich kostet und welche Alternativen es dazu gab und gibt?

    Hätte es von über 100 Jahren nicht den technologischen Lock-in in die nicht zukunftsfähige und gar nicht nachhaltige fossile Energiewirtschaft gegeben (wovor schon damals Experten gewarnt haben), wäre vieles anders gelaufen und wir würden heute nicht und dauernd den totalen Müll anhören müssen, dass erneuerbare Energien nicht wirtschaftlich sind. WIrtschaftlich ist bei Infrastrukturinvestitionen mit langen Refinanzierungszeiträumen (wozu Energie gehört) immer nur dass, was durch staatliche Rahmensetzung abgesichert wird. Sonst investiert kein Unternehmen, weil es das Risiko gar nicht tragen kann. Das kann man überall beobachten, wo lange Rückzahlungszeiträume notwendig sind (Schienenwege, Tunnel, Straßen, Strom- und Gasleitungen, Funknetze, etc. pp.)

    Diese Rahmensetzungen werden durch die Politik gestaltet, das ist ihre primäre Aufgabe. Um ein Land langfristig erfolgreich zu machen und zu halten braucht es (neben vielen anderen Dingen ) auch Politiker mit strategischen Weit- und Durchblick sowie aufrechtem Charakter. Eine seltene Erscheinung - nicht nur in D.

  • Hallo Zukunft..wenn es vor über 150 Jahren nicht den Weg in die fossilen Energien gegeben hätte, so würde die Menschheit in feudalen Gesellschaften leben und Sie wären mit grosser Wahrscheinlichkeit Knecht auf einem Landgut in Norddeutschland und müssten genfreies Biofutter essen, hätten den Gutsherren vor der Heirat fragen müssen wobei dieser das Recht auf die erste Nacht hatte, oder Sie wären Kleinbauer in Süddeutschland. Mit Ende 40 wäre das Leben aufgrund diverser Gebrechen zu Ende.

    Die fossilen Energien haben mit ihrer Energiedichte und Verfügbarkeit das Industriezeitalter und den Wohlstand der heutigen Zeit begründet. Mit dem Atomzeitalter steht eine noch hellere Zukunft vor der Tür.

    Vandale

  • Naja, da hat unsere Regierung ja mal wieder Bockmist gebaut - erst ein Strohfeuer entfachen und dann die versprochenen Leistungen nicht erbringen - so das die Hersteller reihenweise pleite gehen oder D verlassen - First Solar war Marktführer und hatte seine Kosten sehr wohl im Griff, gerade in FFO werden 1200 Arbeitslose weh tun

  • Wir können auch bundesweit große Löcher graben und reingucken. Und diese, immerhin gesunde Tätigkeit mit einer Löcherabgabe der Krankenkassen bezahlen. Nicht anders wirkt das EEG, allerdings ohne den Gesundheitseffekt.

  • Richtig!

    Subventionen sind BÖSE!

  • ... wer glaubt, dass die Verlagerung der Photovoltaik-Produktionsstätten nach Fernost den Siegeszug des Sonnenstroms aufhalten wird, der sollte sich mal Gedanken machen, wo Fernseher oder Mikrochips oder Festplatten produziert werden.
    Strom, direkt aus Sonnenenergie, wird ein wesentliches Standbein unserer zuküngtigen Energieversorgung. Wo die Module produziert werden, ist dabei zweitrangig.

  • Ein Blutsauger weniger.

    Alternative Energie muß sich rechnen: Nach meiner Meinung ist Wind- und Sonnenstrom praktisch wertlos, weil nicht regelmäßig verfügbar.Sollen doch die Chinesen die Subventionen zahlen; wir schauen uns das an.

Mehr zu: Werk schließt - Im Osten geht die Sonne unter

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