Werke sind vollends ausgelastet
SGL setzt Preis für Grafitelektroden nach oben

Der Wiesbadener Grafit-Spezialist konzentriert sich auch weiter auf sein Kernprodukt. Nachdem das Unternehmen bereits jetzt mehr Aufträge als im Vorjahr verzeichnet hat, werden nun die Preise für Grafitelektroden deutlich erhöht.

HB WIESBADEN. Mit sofortiger Wirkung seien für alle neuen Aufträge in der Region Asien außer China die Grafitelektrodenpreise prozentual zweistellig erhöht worden, für Nordamerika um rund zehn Prozent, teilte SGL am Montag am Firmensitz in Wiesbaden mit. In Europa liege die Preiserhöhung unter zehn Prozent. „Um der Nachfrage unserer Kunden nachzukommen, sind die Werke von SGL Carbon nahezu voll ausgelastet“, erläuterte der Konzern. Der Auftragseingang für 2005 liege bereits höher als der für den Vorjahreszeitraum 2004. „Damit steht bereits jetzt für 2005 mehr in den Büchern als zu dem Zeitpunkt im vergangenen Jahr für 2004“, erläuterte ein Sprecher. SGL ist der weltgrößte Hersteller von Grafitelektroden, die in Hochöfen für die Elektrostahlerzeugung eingesetzt werden.

Die im Nebenwerteindex MDax notierte SGL-Aktie zog nach der Mitteilung im Kurs zunächst kräftig an und notierte in der Folge mit 2,22 Prozent im Plus bei 8,27 Euro. Für Standardgrößen sei der Preis in Nord-, Mittel- und Südamerika, in Asien außer China sowie im Nahen und Mittleren Osten und Afrika für das Produkt nun 2975 Dollar pro Tonne, für Spezialgrößen 3215 Dollar pro Tonne. In Europa gelte eine Preiserhöhung von 150 Euro pro Tonne. Mit der Preiserhöhung reagiert SGL nach eigenen Angaben auf Kostenzuwächse für Energie, Logistik und Rohstoffe.

Für das zweite Quartal 2004 erwartet SGL nach früheren Angaben eine erhebliche Steigerung des Betriebsgewinns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen hatte diese Einschätzung mit dem anhaltenden Sparkurs und einer guten Nachfrage in den Kerngeschäften begründet.

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