Werksneubau
VW hat seinen Standort in Russland gefunden

Monatelang wurde spekuliert, wo genau Volkswagen sein neues Werk in Russland baut. Das Unternehmen hat sich entschieden: für Kaluga, eine Stadt südwestlich von Moskau. Mit der Fabrik verfolgt der Autokonzern hehre Ziele.

HB HANNOVER. Die Kapazität solle 115 000 Fahrzeuge pro Jahr betragen, teilte VW am Freitag in Wolfsburg mit. Ab Juli 2007 sollen in Kaluga Modelle der Marken Volkswagen und der tschechischen Konzerntochter Skoda montiert werden. Als erstes Auto soll der „Octavia“ von Skoda vom Band rollen.

Zunächst ist geplant, rund 20 000 Fahrzeuge pro Jahr zu fertigen. Die Wagen kommen teilmontiert an und werden in Kaluga komplettiert. Parallel dazu wird die Vollfertigung mit Karosseriebau, Lackiererei und Montage aufgebaut, die ihren Betrieb in der ersten Jahreshälfte 2009 aufnehmen soll.

Die Entscheidung für den Werksneubau sei von strategischer Bedeutung für den Konzern, sagte VW-Chef Bernd Pischetsrieder. „Damit stellen wir sicher, dass wir unseren Anteil am schnell wachsenden Automarkt Russlands in den kommenden Jahren deutlich ausbauen können.“ Volkswagen strebt dort einen Marktanteil von 10 Prozent an. Derzeit sind es weniger als 3 Prozent.

Der Standort Kaluga habe in der Betrachtung aller Eigenschaften die besten Rahmenbedingungen für die Investition aufgewiesen, sagte Pischetsrieder. Insgesamt hatte Volkswagen rund 70 Standorte zwischen St. Petersburg, dem Ural und dem Schwarzen Meer für eine mögliche Ansiedlung untersucht.

Die Verträge mit der russischen Regierung und dem Bezirk Kaluga sollen am 29. Mai in Moskau unterzeichnet werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%