Werksschließung in Bochum
Opel-Betriebsräte fordern langjährige Jobgarantien

Das Vertrauen zwischen den Opel-Betriebsräten und der Führungsetage ist erschüttert. Jobgarantien über das Jahr 2016 hinaus sollen die Gemüter beschwichtigen. Darüber wird aber erst im nächsten Jahr entschieden.
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HamburgNach der angekündigten Schließung des Bochumer Opel-Werks fordern Gewerkschaft und Betriebsrat Arbeitsplatzgarantien für die übrigen Standorte von mindestens vier Jahren. „Wir erwarten den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen deutlich über 2016 hinaus und damit einhergehend belastbare und verlässliche Garantien für Beschäftigung“, hieß es in einer von der Opel-Tarifkommission in der Nacht zu Donnerstag verbreiteten Erklärung. Als „vertrauensbildenden Schritt“ solle der Opel-Vorstand den Beschluss zur Einstellung der Produktion von leichten und umweltfreundlichen Getrieben in Bochum zurücknehmen.

Die mit Betriebsräten der Opel-Standorte und Vertretern der IG-Metall-Bezirke besetzte Tarifkommission forderte Opel auf, am 8. und 15. Januar „abschließende Verhandlungen“ über die Beschäftigungssicherung aufzunehmen. Nach den Plänen der Rüsselsheimer GM-Tochter soll der Getriebebau in Bochum Ende nächsten Jahres auslaufen.

Die Fahrzeugproduktion in der Ruhrgebietsstadt will Opel 2016 auslaufen lassen, wenn der aktuelle Familienwagen Zafira einen Nachfolger bekommen soll. Die IG Metall hatte dem Opel-Management einen offenen Konflikt angedroht, falls dieser nicht bald einen Plan vorlege, wie Opel aus der Verlustzone geführt soll.

Opel hatte zu Wochenbeginn angekündigt, das Bochumer Automobilwerk mit 3365 Beschäftigten zu schließen. Die Entscheidung begründete Interimschef Thomas Sedran mit dem dramatisch geschrumpften Automarkt in Westeuropa und den hohen Überkapazitäten in der gesamten Branche.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Werksschließung in Bochum: Opel-Betriebsräte fordern langjährige Jobgarantien"

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  • ich verstehe ja, dass der Schock und der Frust tief sitzt. Nur was glauben die Opels denn, was sie mit der Leitung noch verhandeln können, wenn GM da nicht mit spielt?
    Stracke musste gehen, weil er die Weisung von HM, Bochum zu schließen, nicht durchgesetzt hat.

  • Ich möchte mal wissen, wo und wann Sie Ihre "Erfahrung" gesammelt haben. Die fetten Zeiten sind bei Opel schon sehr lange vorbei. Werfen Sie mal einen Blick nach Niedersachsen oder Baden Württemberg. Oder in RIchtung Finanz "Dienstleistungs" Sektor.

  • Opel wäre weiterhin in Bochum zu verhalten und rentabel zu Führen wenn man andere Bosse hätte als General Motors.Gebt mir das sagen über Opel Bochum und niemanden wird entlassen sondern ich Stelle weitere 1500 Menschen in Bochum bei Opel ein. carlos santos,heilbronn

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