Werksschließungen
Chrysler will Sanierungsplan Mitte Februar vorlegen

Die unter Druck stehende US-Tochter des DaimlerChrysler-Konzern will nach Informationen aus Unternehmenskreisen Mitte Februar seinen Sanierungsplan vorlegen.

HB DETROIT. Ein Manager des Autobauers, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Detroit News“.

Dem Artikel zufolge plant die DaimlerChrysler-Tochter Stellenstreichungen und mindestens zwei Werksschließungen in den USA. Insgesamt sollen die Kosten um 1 000 Dollar je Fahrzeug sinken. Chrysler-Chef Tom LaSorda habe den Aufsichtsrat von DaimlerChrysler am vergangenen Mittwoch über die geplanten Schritte informiert. Ein Chrysler-Sprecher wollte den Bericht am Freitagabend auf Anfrage nicht kommentieren. Es bleibe bei der Ankündigung, dass Chrysler im Laufe des ersten Quartals Details zu den Restrukturierungsplänen bekannt gebe, sagte er. Auch wenn keine Maßnahme ausgeschlossen sei, würden die Einschnitte in jedem Fall aber nicht so weit gehen wie im Jahr 2001, als Chrysler rund 40 000 Stellen abgebaut hatte.

Chrysler leidet wegen der hohen Benzinpreise vor allem bei den früheren Gewinnträgern, den großen Geländewagen und Pickups. Viele Amerikaner steigen auf sparsamere Autos um. Hinzu kommt der harte Preiskampf auf dem US-Markt. Der drittgrößte amerikanische Autobauer hatte im dritten Quartal einen Verlust von knapp 1,2 Milliarden Euro eingefahren. Der Absatz war bis Ende November um acht Prozent auf 1,952 Millionen Autos gefallen. Der Neuwagenbestand bei den Händlern lag nach Werksangaben Ende November bei knapp einer halben Million Fahrzeuge.

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