Werksschließungen
Japans Firmen bangen wegen Taifun „Melor“

Der herantosende Taifun „Melor“ wirft seine Schatten voraus: Japans Industrie geht zumindest auf Nummer sicher und schließt zahlreiche Werke. Das kostet zwar viel Geld, ist im Hinblick auf die Kraft des Wirbelsturms unumgänglich.

HB TOKIO. Der Autobauer Toyota kündigte an, am Donnerstag aus Sicherheitsgründen den Betrieb in allen zwölf heimischen Auto-Werken einzustellen. Große Ölkonzerne wie Nippon Oil und Idemitsu Kosan stoppten die See-Verschiffung an den Standorten Mizushima, Osaka, Tokuyama und Aichi.

„Melor“ könnte Meteorologen zufolge der stärkste Sturm seit einem Jahrzehnt sein, der die Hauptinseln des Landes erreicht. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 177 Kilometern pro Stunde und heftigen Regenfällen raste er auf die großen Industriezentren des Landes zu.

Meteorologen rechneten innerhalb der kommenden 24 Stunden mit bis zu 500 Millimeter Niederschlag in der Region Tokai, in der die Metropole Nagoya liegt. Die Regierung warnte vor Erdrutschen und Überschwemmungen. Auf Land treffen dürfte der Taifun am Donnerstag südwestlich von Tokio. Das Zentrum des Wirbelsturms lag um 09.00 Uhr (MESZ) rund 700 Kilometer westlich der Hauptstadt.

Der Asien-Pazifik-Raum war in den vergangenen Tagen von einer Reihe von Naturkatastrophen heimgesucht worden. So schlug der Taifun „Ketsana“ eine Schneise der Verwüstung durch die Philippinen, Vietnam, Laos und Kambodscha. Mehr als 400 Menschen kamen dabei ums Leben.

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