Werkzeugmaschinenbauer
Gildemeister enttäuscht seine Anleger

Die Nachfrage im ersten Quartal ist bei dem Hersteller von Werkzeugmaschinen geschrumpft. Laut Vorstand bewegt sich das Unternehmen dennoch auf Kurs. Anleger sahen das offenbar anders.
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DüsseldorfDer Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister bekommt die Auswirkungen der Schuldenkrise in Europa zu spüren. Trotz der positiven Entwicklung andernorts - vor allem in China, Russland und Amerika - schrumpfte der Auftragseingang zum Jahresauftakt. Konzernchef Rüdiger Kapitza zeigte sich dennoch optimistisch. "Das zweite Quartal wird besser als das erste und besser als das zweite Quartal 2012", sagte er am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Kapitza verwies auf einen Auftragsbestand von über einer Milliarde Euro, der noch abgearbeitet werden müsse und den Umsatz beflügeln werde. Der Auftragseingang werde im zweiten Quartal erneut über 500 Millionen Euro liegen. "Damit sind wir auf Kurs", betonte der Firmenchef.

Kapitza bekräftigte seine Jahresziele, die stagnierende Werte bei Umsatz und Auftragseingang bei jeweils zwei Milliarden Euro vorsehen. Auch beim Überschuss rechnet er mit Stagnation bei 82 Millionen Euro. "Damit bewegen wir uns auf Rekordniveau", betonte Kapitza. Rückenwind erhofft sich der Gildemeister-Chef von der Branchenmesse in Russland Ende des Monats. Es zeichneten sich bereits einige größere Aufträge ab.

Im ersten Quartal erzielte Gildemeister ein leichtes Umsatzplus von drei Prozent auf 466,1 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebit) schrumpfte um 1,8 Prozent auf 17 Millionen Euro, das Nettoergebnis lag mit 10,4 Millionen auf Vorjahreshöhe. Der Auftragseingang sank um 14 Prozent auf 518,7 Millionen Euro.

Anleger reagierten enttäuscht: Mit einem Abschlag von über drei Prozent auf 17,16 Euro führten die Titel die Verliererlist im Nebenwerteindex MDax an. Auftragseingang und Rendite lägen unter den Erwartungen, kommentierte DZ-Bank-Experte Jasko Terzic.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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