Werkzeugmaschinenbauer
Gildemeister erwartet erst 2014 wieder Wachstum

Bei Gildemeister läuft der Heimatmarkt nicht so gut – doch das macht dem Werkzeugmaschinenbauer derzeit gar nichts. Denn dank des Exportgeschäfts steigt der Umsatz. Der Ausblick verspricht viel.
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DüsseldorfFür den Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister soll es im kommenden Jahr wieder bergauf gehen. "Wir erwarten 2014 ganz eindeutig wieder Wachstum", sagte Firmenchef Rüdiger Kapitza am Donnerstag im Reuters-Interview. Die Anzeichen dafür mehrten sich. Zudem werde die Messe Emo im September für Rückenwind sorgen. Trotz Zuwächsen im zweiten Quartal werde Gildemeister 2013 auf der Stelle treten - wenn auch auf der Rekordhöhe des Vorjahres.

Während die Geschäfte in Russland, den USA und Japan brummen - vor allem durch die Partnerschaft mit dem japanischen Werkzeugmaschinenbauer Mori Seiki - verlaufen sie in Europa mau und bremsen den Konzern aus. Daher strebt Kapitza in diesem Jahr mit einem Umsatz und Auftragseingang von jeweils zwei Milliarden Euro lediglich Werte auf Vorjahresniveau an, wie er am Donnerstag bekräftigte.

Ebenso soll der Überschuss bei 82 Millionen Euro verharren. Eine Dividendenzahlung sei damit sicher, über die Höhe schwieg sich der Konzernchef aber noch aus. Für 2012 hatten die Aktionäre eine um zehn Cent auf 35 Cent angehobene Dividende erhalten.

Umsatz und Gewinn steigen im Quartal – Bestellungen sinken

Im zweiten Quartal legten die Erlöse um neun Prozent auf 508,9 Millionen Euro zu, der operative Gewinn (Ebit) stieg um 21 Prozent auf 32,1 Millionen Euro. Der Auftragseingang schrumpfte indes um sechs Prozent auf 551,2 Millionen Euro. Der Auftragsbestand von knapp 1,1 Milliarden Euro lag indes leicht über dem Vorjahreswert. Füllen sollen sich die Orderbücher auf der Messe Emo in Hannover. 2011 hatte der Bielefelder Konzern auf dem im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindenden Branchentreffen mit 847 verkauften Maschinen im Wert von 208 Millionen Euro einen Rekord erzielt. Die Messe gilt als Indikator für das kommende Jahr. In ihrem Vorfeld halten sich die Kunden mit ihren Bestellungen zurück.

Die Zahl der Mitarbeiter erreichte zur Jahresmitte rund 3560 und lag damit etwa um 100 über dem Vorjahr. "Der Trend geht bei uns eher zu mehr Personal. Wir haben zuletzt 60 Leiharbeiter in Festanstellung übernommen", erklärte Kapitza. Die Tendenz werde auch durch die mit Mori Seiki betriebene Auslandsexpansion befördert. So sollen in den kommenden Monaten - nach China und Russland - auch in Kanada und Brasilien Vertrieb und Service beider Konzerne gebündelt und ausgebaut werden. Dann seien die Kooperationspartner in allen wichtigen Märkten weltweit päsent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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