Werkzeugmaschinenbauer
Gildemeister macht Kapitalerhöhung schmackhaft

Mehr als 15 Millionen neue Aktien wollen die Bielefelder ausgeben, um Werksmodernisierungen und Ausbaupläne zu finanzieren. Um Anleger anzulocken, gibt es einen kräftigen Abschlag auf den aktuellen Kurs.
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DüsseldorfDer Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister will über eine Kapitalerhöhung 210 Millionen Euro kassieren und so sein Wachstum im Ausland vorantreiben. Um den Aktionären die Sache schmackhaft zu machen, bot das Management einen Bezugspreis mit einem kräftigen Abschlag auf den aktuellen Kurs. Zudem wich Gildemeister von seinem bisher angepeilten Bezugsverhältnis von 13 zu drei ab. Der Bezugspreis beträgt 14,50 Euro, die Anteilseigner können für vier alte Aktien eine neue zeichnen. An der Börse kamen die Nachrichten am Donnerstag gut an. Mit einem Kurssprung von über fünf Prozent auf 17,15 Euro führten die Titel die Gewinnerliste im MDax an.

Mit den erwarteten Einnahmen will der Bielefelder Konzern vor allem seine Aktivitäten in Russland ausbauen und ein Produktions- und Montagewerk in Uljanowsk – 700 Kilometer westlich von Moskau – errichten, wie Gildemeister mitteilte. Aber auch die Modernisierung bestehender Werke steht auf der Agenda. Gildemeister und sein japanischer Partner Mori Seiki expandieren seit Jahren weltweit. Ziel ist es, vor Ort zu produzieren, um nicht teurer zu sein als lokale Konkurrenten. „Wir können die Maschinen nicht nur von Deutschland und Japan in die ganze Welt transferieren“, hatte Konzernchef Rüdiger Kapitza im Frühjahr erklärt.

Bei der anstehenden Kapitalmaßnahme soll das Grundkapital um gut 40 Millionen Euro gegen Bareinlage aufgestockt werden. Die Frist zum Bezug der neuen Anteilsscheine beginnt am 30. August und endet voraussichtlich am 12. September. Gildemeister will 15,4 Millionen neue Dividendenpapiere ausgeben. Der Partner Mori Seiki will sich an der Kapitalerhöhung beteiligen, um seinen Anteil konstant zu halten. Der japanische Werkzeugmaschinenbauer hatte Anfang August seinen Anteil an Gildemeister über eine Sachkapitalerhöhung auf 24,19 Prozent von rund 20 Prozent aufgestockt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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