Werkzeugmaschinenbauer
Gildemeister peilt 2008 Rekordjahr an

Bei anhaltendem Boom im Maschinenbau hält der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister 2008 erneut Rekordkurs. Beim Umsatz legte das Unternehmen in Deutschland besonders stark zu.

HB BIELEFELD. Die Erlöse sollen auf mehr als 1,8 Mrd. Euro steigen, der Überschuss zweistellig wachsen, sagte Vorstandschef Rüdiger Kapitza am Donnerstag in Bielefeld. 2007 war das bisher erfolgreichste Jahr der 137-jährigen Unternehmensgeschichte: Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf rund 1,56 Mrd. Euro, der Überschuss um 85 Prozent auf 50,1 Mill. Euro. Gildemeister sei darauf eingestellt, "das 138. Jahr zum besten seiner Unternehmensgeschichte zu machen", sagte Kapitza.

2008 gelang ein guter Start. Im ersten Quartal sei ein Erlös von mehr als 350 Mill. Euro geplant, im Vorjahreszeitraum waren es 320,3 Mill. Euro. Der Auftragseingang in den ersten drei Monaten solle um gut 134 Mill. Euro auf mehr als 550 Mill. Euro steigen, sagte Kapitza. Darin sei auch die Solartechnik-Sparte enthalten, die binnen zwei Wochen zwei Großaufträge über 105,3 Mill. Euro erzielte.

Im Gesamtjahr 2008 sei ein Auftragseingang von mehr als 1,9 Mrd. Euro geplant. Derweil geht der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken für 2008 von einem weiteren Wachstum aus. Demnach werde der Absatz weltweit und in Deutschland um je zehn Prozent steigen. 2007 war der Absatz weltweit um acht Prozent auf 51,7 Mrd. Mrd. Euro gestiegen. Gildemeister ist einer der weltweit größten Hersteller von von Dreh- und Fräsmaschinen.

Gildemeister steigerte 2007 den Inlandsumsatz um 19 Prozent auf 730,4 Mill. Euro, im Ausland stieg er um 16 Prozent auf 831,7 Mill. Euro. Der Auftragseingang legte um 29 Prozent auf 1,86 Mrd. Euro zu. Die Mitarbeiterzahl stieg um 440 auf knapp 6 000 Beschäftigte. Bis zum frühen Nachmittag fiel die Gildemeister -Aktie in einem schwachen Marktumfeld um etwas mehr als 3,5 Prozent auf 15,31 Euro.

Zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bielefeld gegen Kapitza wegen Verdachts der Untreue, Bestechlichkeit, Bestechung und Steuerhinterziehung wollte der Vorstandschef "keine Aussage" machen. Eine Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft habe es nicht gegeben. Dem Unternehmen sei kein Schaden entstanden. Das Jahr 2008 habe aber "in jeglicher Hinsicht stürmisch angefangen", sagte er.

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