Werkzeugmaschinenbauer
Gildemeister und Mori Seiki kooperieren

Die Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister und die japanische Mori Seiki wollen der Wirtschaftskrise gemeinsam trotzen und rücken näher zusammen. Die beiden Konzerne vereinbarten eine Kooperation und eine Überkreuzbeteiligung von jeweils fünf Prozent.

TOKIO/DÜSSELDORF. Die beiden Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister und die japanische Mori Seiki rücken angesichts der Rezession enger zusammen. Sie kündigten gestern an, sich gegenseitig mit jeweils fünf Prozent der Aktien zu beteiligen und in der Produktion, dem Einkauf, der Entwicklung und im Vertrieb kooperieren zu wollen. „Die Herausforderungen der internationalen Wirtschaftskrise anzugehen und zu bestehen, erfordert starke Allianzen“, sagte Gildemeister-Chef Rüdiger Kapitza. Durch die Kooperation wollen beide Seiten Einsparungen von jeweils rund 15 Mio. Euro erzielen.

Beide Konzerne werden von dem Konjunktureinbruch hart getroffen. Bei Gildemeister lag der Auftragseingang im vierten Quartal des vergangenen Jahres um rund 40 Prozent unter dem Vorjahr. Das Unternehmen hat ein Sparprogramm beschlossen und will sich von 550 Leiharbeitern und 150 befristet Beschäftigten trennen. Durch natürliche Fluktuation sollen weitere rund 200 Arbeitsplätze eingespart werden. 2008 verbuchte Gildemeister noch ein Rekordjahr und steigerte den Umsatz um 22 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro.

Auch die 1948 gegründete Mori Seiki („Seiki“ ist das japanische Wort für Präzisionsmaschine) leidet unter der Wirtschaftskrise. Wegen eines zweistelligen Auftragsrückgangs fährt das Unternehmen seit April die Produktion je nach Produktgruppe um 20 bis 40 Prozent zurück. In der Herstellung von Drehbänken für die Kfz-Industrie führte das Unternehmen eine Dreitagewoche ein. Bis zum Oktober 2008 war Mori Seiki sieben Jahre ununterbrochen gewachsen, seitdem geht der Umsatz zurück und beträgt jetzt rund 1,3 Mrd. Euro im Jahr.

Gildemeister wird für die Beteiligung an Mori Seiki rund 30 Mio. Euro ausgeben. Rund zwei Millionen Aktien hat das Bielefelder Unternehmen bereits erworben und dafür 13,8 Mio. Euro bezahlt. Die restlichen 2,4 Millionen wird Gildemeister später für rund 16 Mio. Euro kaufen, um den geplanten Anteil von fünf Prozent zu erreichen. Hierfür gibt es aber nach Aussage von Kapitza keinen festen Zeitplan.

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