Werkzeugmaschinenbauer und Laserspezialist will zweistellig wachsen
Trumpf schafft Hunderte Arbeitsplätze

Der Ditzinger Werkzeugmaschinenbauer und Laserspezialist Trumpf kratzt an der Umsatzgrenze von zwei Milliarden Euro. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen um 18 Prozent auf 1,94 Mrd. Euro zugelegt. Doch damit gibt sich Chefin Nicola Leibinger-Kammüller nicht zufrieden.

HB DITZINGEN. Der Werkzeugmaschinenbauer und Laserspezialist Trumpf will im laufenden Geschäftsjahr 2007/2008 (30. Juni) weiter zweistellig wachsen. Chefin Nicola Leibinger-Kammüller sagte am Mittwoch in Ditzingen, das Unternehmen plane ein Umsatzplus von mindestens zehn Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Steuern hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 30 Prozent auf 266 Mill. Euro zugelegt. „Wir profitieren von den ausgesprochen günstigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, sagte Leibinger-Kammüller.

Trumpf hatte im vergangenen Jahr 800 neue Arbeitsplätze geschaffen und will im laufenden Geschäftsjahr nochmals 500 neue Mitarbeiter einstellen, davon die Hälfte in Deutschland. Trumpf beschäftigt derzeit 7300 Menschen. Die Chefin des Familienunternehmens berichtete, dass Trumpf im vergangenen Geschäftsjahr die Investitionen um 42 Prozent auf 126 Mill. Euro gesteigert habe. 47 Prozent davon seien in Deutschland erfolgt. Leibinger-Kammüller stellte fest: „Deutschland ist für Trumpf der zentrale Standort.“ In Ditzingen investiert das Unternehmen derzeit 70 Mill. Euro in die Entwicklung von Werkzeugmaschinen und in die Laserfabrik. Damit werde der Standort für bis zu 3000 Mitarbeitern ausgelegt. Derzeit arbeiten dort rund 2000 Beschäftigte.

In China eröffnet Trumpf einen Musterbetrieb für Werkzeugmaschinen auch mit Lasertechnologie eröffnet. Es handele sich um Einsteigermodelle, insbesondere für den lokalen Markt, sagte Leibinger-Kammüller.

Für die Entwicklung neuer Produkte habe das Unternehmen im vergangenen Jahr 135 Mill. Euro investiert. Der größte Geschäftsbereich Werkzeugmaschinen und Elektrowerkzeuge erhöhte den Umsatz um 19 Prozent auf 1,71 Mrd. Euro. Rund 63 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete Trumpf mit Produkten des Geschäftsfeldes Lasertechnik und Lasermaschinen im Werkzeugbau.

Rund 70 Prozent seines Umsatzes macht das Unternehmen heute im Ausland. Bei dem jetzigen Dollarkurs mache das Geschäft in den USA „keinen großen Spaß mehr“, fügte Leibinger- Kammüller hinzu. „Aber wir verdienen dort noch Geld“, sagte sie. Trumpf will die Wertschöpfung im US-Dollarraum stärken, um Währungseffekte zukünftig abzumildern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%