Werkzeugmaschinenhersteller
Gildemeister hält sich besser als die Branche

Gildemeister hat sich laut eigener Aussage im Vergleich zum Rest der Branche gut behauptet. Der Bielefelder Werkzeugmaschinenhersteller erwartet dennoch, dass der Umsatz 2009 um mehr als ein Viertel sinken wird. Bei vielen Konkurrenten sieht es allerdings noch düsterer aus.

HB BIELEFELD. Gildemeisters Umsatz wird laut Unternehmensangaben etwa bei 1,3 bis 1,4 Mrd. Euro liegen und damit das Niveau des Jahres 2006 erreichen, prognostizierte Vorstandschef Rüdiger Kapitza am Dienstag nach übereinstimmenden Medienberichten.

In den ersten drei Monaten waren die Auftragseingänge um 60 Prozent eingebrochen. Für das zweite Quartal sehen die Zahlen laut Kapitza ähnlich schlecht aus. Bei den Gesamt- Bestellungen für 2009 hatte Kapitza nach vorsichtigen Schätzungen zuletzt einen Rückgang um ein Drittel auf 1,3 Mrd. Euro vorausgesagt.

Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) hatte kürzlich mitgeteilt, die Produktion in der Branche werde in diesem Jahr voraussichtlich um 40 Prozent schrumpfen. Dies würde einen Rückfall auf das Niveau von 1999 bedeuten. Dabei hatten die Fabriken im vergangenen Jahr ihre Produktion noch auf das Rekordniveau von 14,2 Mrd. Euro gehievt. Dann kam mit der Wirtschaftskrise der Absturz. Der Auftragseingang im ersten Quartal fiel um 70 Prozent. Die Werkzeugmaschinen-Branche ist stark von der Autoindustrie abhängig, die angesichts der Absatzflaute ihre Investitionen drastisch zurückgefahren hat.

Gildemeister hatte zuletzt sein Sparprogramm auf 100 Mio. Euro ausgeweitet, dabei fallen auch Stellen weg. In Deutschland allein sind derzeit etwa 1 000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Insgesamt beschäftigt die Gildemeister AG weltweit rund 6 000 Menschen.

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