
HB LEVERKUSEN. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen sei im Schlussquartal 2009 binnen Jahresfrist um 11,5 Prozent auf 1,51 Mrd. Euro gestiegen, teilte der Konzern am Freitag in Leverkusen mit.
Analysten hatten im Schnitt allerdings mit einem etwas höheren Ergebnis von 1,58 Mrd. Euro gerechnet. Damit hat die Krise den Chemie- und Pharmakonzern Bayer im vergangenen Jahr etwas stärker als erwartet gebremst. Unter dem Strich blieb für die Monate Oktober bis Dezember ein Überschuss von 153 Mio. Euro, einem Plus von 44,3 Prozent. Der Konzernumsatz verringerte sich leicht um 0,6 Prozent auf 7,87 Mrd. Euro, übertraf die Analystenerwartungen aber leicht. 2009 erlöste der Konzern insgesamt 31,2 Mrd. Euro, 5,3 Prozent weniger als zuvor. Der Jahresgewinn sank um gut ein Fünftel auf 1,36 Mrd. Euro.
Der Konzern verfehlte damit die operativen Ertrags- und Umsatzerwartungen der Analysten leicht und blieb beim Gewinn sogar deutlich hinter den Erwartungen zurück. Ein Händler an der Börse bezeichnete die Zahlen als "enttäuschend". Zu Handelsbeginn gaben die Bayer-Aktien um mehr als 4 Prozent nach. Die selbst gesteckten Ziele erfüllten die Leverkusener hingegen annähernd. Der Konzern wollte den Ebitda-Rückgang vor Sonderposten 2009 auf fünf Prozent begrenzen. Dieses Ziel war aber gleichzeitig als ambitioniert bezeichnet worden.
Für 2010 zeigt sich der Chemie- und Pharmakonzern optimistisch. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sonderposten dürfte im laufenden Jahr in Richtung sieben Mrd. Euro steigen, sagte Konzernchef Werner Wenning am Freitag in Leverkusen. 2009 war der entsprechende Wert gestützt auf ein von Konjunktur-Schwankungen weniger anfälliges Gesundheits- und Pflanzenschutzgeschäft um 6,6 Prozent auf 6,472 Mrd. Euro gesunken.