Wettbewerbspakt
Peugeot sucht Schulterschluss mit den Gewerkschaften

Die drastische Sparmaßnahmen beim französischen Autobauer Peugeot Citroën sorgt für Konflikte mit der eigenen Belegschaft. Nun soll ein Wettbewerbspakt nach dem Vorbild von Renault die Gemüter beruhigen.
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ParisDer angeschlagene französische Autobauer PSA Peugeot Citroën will mit seinen Arbeitern eine Vereinbarung für mehr Wettbewerbsfähigkeit erzielen. Die Verhandlungen mit den Gewerkschaften dazu würden am kommenden Mittwoch beginnen, teilte der Konzern am Mittwoch in Paris mit. Der "neue Sozialvertrag" solle zur Sanierung des Konzerns beitragen. Alle Angestellten sollten so in die "strategische Vision und die Zukunftsprojekte" von Renault eingebunden werden.

PSA Peugeot Citroën hat bereits einen drastischen Sparplan beschlossen, der den Abbau von insgesamt 11.200 Stellen vorsieht. Geplant ist auch die Schließung des traditionsreichen Werks in Aulnay-sous-Bois bei Paris. Der Konzern leidet besonders unter der Krise auf dem europäischen Automarkt, wo er nach wie vor 57 Prozent seiner Fahrzeuge verkauft. 2012 brach der Absatz von Fahrzeugen des Konzerns weltweit um 16,5 Prozent ein, PSA musste den höchsten Nettoverlust seiner Geschichte verkraften.

Der französische PSA-Konkurrent Renault hatte im März eine Vereinbarung mit den Gewerkschaften besiegelt, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Diese sieht unter anderem eine Verlängerung der Arbeitszeit um 6,5 Prozent und ein Einfrieren der Löhne in diesem Jahr vor. Außerdem soll die Zahl der Beschäftigten von derzeit gut 44.600 bis 2016 auf rund 37.100 reduziert werden. Im Gegenzug verpflichtet sich Renault, kein französisches Werk zu schließen und künftig in Frankreich eine festgelegte Mindestzahl von Fahrzeugen zu produzieren.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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