Wettbewerbsverzerrung hin zu Diesel-Fahrzeugen beklagt
Wiedeking macht Front gegen Diesel

Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking hat die Steuervorteile für Autos mit Dieselantrieb kritisiert und die Abschaffung der Steuerermäßigung für Geländewagen begrüßt.

HB STUTTGART. „Die bisherige Regelung hat dazu geführt, dass bei Geländewagen der Wettbewerb zu Gunsten von Fahrzeugen mit Dieselmotoren verzerrt wurde. Wir begrüßen deshalb die Absicht des Verkehrsministers, dieses Privileg abzuschaffen“, erklärte der Porsche-Chef. Bisher konnten Geländewagen mit mehr als 2 800 Kilogramm Gewicht statt als Pkw als leichte Nutzfahrzeuge angemeldet werden und damit erheblich Steuern sparen.

Die Steuervorteile würden jedoch voll nur für Dieselgeländewagen gelten, während Besitzer von Autos mit Otto-Motoren sich lediglich über geringe Ersparnisse freuen könnten, berichtete die Dr. Ing h.c. F. Porsche AG (Stuttgart). Bei Autos mit normalem Benzinmotor würden die Nachteile überwiegen. Deshalb seien auch nur ganze vier von knapp 8000 in Deutschland zugelassenen Porsche-Geländewagen des Typs Cayenne als Nutzfahrzeug angemeldet. Wiedeking erneuerte seine Absage an einen Diesel im Porsche. Er denke auch in Zukunft nicht daran, einen Dieselmotor zu entwickeln. „Ottomotoren sind durch den Einsatz des Dreiweg-Katalysators Antriebsaggregate mit unerreichter Umweltverträglichkeit.“ Nur auf Grund staatlicher Subventionspolitik habe sich der Diesel in Europa nennenswerte Marktanteile erobern können.

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