Wettlauf der Markenhersteller um Regalplätze
Sanierungskurs bei Colgate ermöglicht Ende der Rabatte

Der amerikanische Zahnpasta- und Spülmittel-Riese Colgate-Palmolive meldet erste Erfolge bei seiner schmerzhaften Restrukturierung. „In den ersten zwei Monaten dieses Jahres lag unser Umsatzwachstum über dem langfristigen Durchschnitt“, sagte Konzernchef Reuben Mark vergangene Woche auf einer Investorenkonferenz in Boston.

tmo NEW YORK. Der 66-jährige Colgate-Chef kündigte trotz anhaltenden Preisdrucks steigende Gewinnmargen an. Mit dieser Ertragswende putzt Mark seinen Konzern für einen möglichen Chefwechsel heraus. Analysten wie Joseph Altobello von der kanadischen Bank CIBC erwarten, dass der kürzlich zum Vizechef ernannte Ian Cook bereits im kommenden Jahr den Vorstandsvorsitz übernehmen könnte. Cook, 53, arbeitet seit 29 Jahren für Colgate und leitet derzeit das Tagesgeschäft.

Im laufenden Jahr wird Colgate laut Mark die Erwartungen der Analysten erfüllen. Die Bankexperten sagen einen Anstieg des Gewinns je Aktie um sechs bis zehn Prozent gegenüber 2004 voraus.

Damit scheint sich die harte Sanierung für den Hersteller der weltweit führenden Zahnpastamarken Colgate/Total, der Spülmittel Palmolive und Ajax sowie des Weichspülers Suavitel auszuzahlen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in New York will ein Drittel seiner Fabriken schließen, bis zu 4 400 Mitarbeiter entlassen und so die jährlichen Kosten um 300 Mill. Dollar reduzieren.

„Auffällig war die Zuversicht, die Konzernchef Mark ausstrahlte“, kommentierte Analystin Constance Maneaty vom US-Versicherer Prudential den Auftritt des Colgate-Chefs. Ende Juli hatte Mark noch einen Gewinnrückgang im zweiten Quartal um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 342,9 Mill. Dollar gemeldet. Es war das vierte Mal in Folge, dass Colgate ein Ertragsminus verbuchte. Nun sagt Mark: „Wir haben heute so gute Aussichten wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr.“

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