Wichtige Hürde genommen
US-Gewerkschaft stimmt GM-Kompromiss zu

Die mächtige US-Automobilgewerkschaft UAW hat einer Vereinbarung mit dem existenzbedrohten Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) zugestimmt. Sie sieht Zugeständnisse bei Löhnen und Sozialleistungen sowie jährliche Einsparungen in Milliardenhöhe vor.

HB DETROIT. Mit deutlicher Mehrheit hat die die US-Autogewerkschaft UAW eine Vereinbarung mit der strauchelnden Opel-Mutter General Motors gebilligt. Knapp dreiviertel der in der UAW organisierten Arbeiter hätten für den Erhalt von 17,5 Prozent Anteilen an einem neu strukturierten GM-Konzern gestimmt, teilte Gewerkschafts-Präsident Ron Gettelfinger am Freitag mit. Für diese Beteiligung erhält GM Zugeständnisse bei der Gesundheitsversorgung ehemaliger GM-Mitarbeiter.

Insgesamt soll GM die Hälfte der 20 Mrd. Dollar, die der Konzern einem Gesundheitsfonds der Gewerkschaft schuldet, in Aktien zurückzahlen. Damit spart GM Kosten und nimmt eine wichtige Hürde bei der Sanierung des Konzerns.

GM sucht fieberhaft nach Sparmöglichkeiten, um der US-Regierung bis zum 1. Juni ein tragfähiges Zukunftskonzept vorzulegen. Dies ist Bedingung für weitere Kapitalspritzen. Experten gehen aber davon aus, dass GM seinem kleineren Rivalen Chrysler in die Insolvenz folgen wird. Eine Einigung mit der UAW schien dennoch wichtig, damit dieses Problem nicht erst nach Anmeldung der Insolvenz gelöst werden muss.

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