Wichtige Medikamente enttäuschen
Eli Lilly kann Gewinn steigern

Deutlich mehr Gewinn als noch vor einem Jahr hat der US-Pharmakonzern Eli Lilly im Auftaktquartal dieses Jahres erwirtschaftet. Allerdings wurde der Umsatz mit einigen wichtigen Medikamenten durch Kokurrenzprodukte geschmälert.

HB NEW YORK. Im ersten Jahresviertel 2005 sei ein Überschuss von 736,6 Millionen Dollar oder 68 Cent je Aktie erzielt worden, teilte der in Indianapolis ansässige Konzern am Montag vor US-Börsenbeginn mit. Vor einem Jahr hatten bei Lilly im ersten Quartal nur Gewinne von 400 Millionen Dollar oder 37 Cent je Aktie in den Büchern gestanden. Eine Reihe von Sonderfaktoren hatten damals die Ergebnisse belastet.

Unter den großen Medikamenten des Konzerns gingen allerdings die Erlöse mit dem umsatzstärksten Präparat Zyprexa gegen Schizophrenie um fünf Prozent auf 1,04 Milliarden Dollar zurück. Lilly bekommt hier den Wettbewerb durch neuere Schizophrenie-Medikamente zu spüren. Dazu gibt es Befürchtungen, das Präparat könne bei Patienten zur Gewichtszunahme führen. Zyprexa gehört zu den so genannten Blockbustern, das heißt, das Unternehmen macht damit einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Dollar. 2004 standen Zyprexa-Erlöse von 4,42 Milliarden Dollar in den Büchern.

Vor den Herstellern von Generika ist Zyprexa allerdings mittlerweile besser gesichert. Vor einem US-Gericht hatte Lilly vergangene Woche in einem Patentstreit um Zyprexa nach Einschätzung von Experten einen für die ganze Branche wichtigen Sieg gegen Hersteller günstigerer Nachahmermittel errungen. Das Gericht erklärte das Patent bis 2011 für gültig. Experten zufolge steigen damit die Erwartungen, dass künftig auch andere Hersteller von Originalpräparaten in der Auseinandersetzung mit Generikaproduzenten bessere Karten haben.

Insgesamt nahm der Konzernumsatz im ersten Quartal um vier Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar zu. Die Konzernerlöse wären nach Unternehmensangaben sogar um sieben Prozent gestiegen, hätten Großhändler nicht weniger eingekauft. Dies sei eine Folge der geänderten Lagerhaltung bei Lilly, begründete der Pharmakonzern. Mit Diabetes-Medikamenten setzte Lilly 725 Millionen Dollar um, das sind sechs Prozent mehr als vor Jahresfrist.

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