Wichtigste Sparte Unterhaltungselektronik bleibt Sorgenkind
Philips will weiter ausgliedern

Philips-Chef Gerard Kleisterlee hält an seinem Kurs fest und will in den kommenden fünf Jahren weitere Teile der Produktion an Dritte ausgliedern.

tom/Reuters DÜSSELDORF. In einem Interview mit der niederländischen Tageszeitung „NRC Handelsblad“ sagte Kleisterlee, die Konzentration des Elektronikkonzern auf Marketing und der Abbau oder Verkauf von Produktionskapazitäten würde fortgesetzt. „Es gibt aber noch keine konkreten Pläne dafür“, sagte ein Sprecher dem Handelsblatt.

In den vergangenen fünf Jahren hat der angeschlagene Elektronikkonzern die Zahl seiner Produktionsstandorte bereits von 270 auf 150 reduziert. Den vollständigen Ausstieg aus der eigenen Fertigung will Kleisterlee aber nicht. Ein Minimum von gut 100 Fabriken sei denkbar. „Wir werden nur noch die Produkte selbst herstellen, mit denen wir uns von der Konkurrenz unterscheiden“, sagte Kleisterlee. Philips will sich aber nicht von bestimmten Märkten zurückziehen. Vor allem die Herstellung von High-Tech-Bauteilen etwa für Video-Beamer will man in eigener Regie weiterführen.

Besondere Aufmerksamkeit will der Philips-Boss künftig China widmen. Inzwischen werden dort rund ein Drittel der Philips-Geräte hergestellt, aber nur 10 % der weltweiten Umsätze erzielt. Vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage chinesischer Konsumenten will Kleisterlee nun den Umsatz in China verdoppeln. Er sagte aber nicht, bis wann er das erreichen wolle.

Der Elektronikkonzern kämpft seit Jahren mit internen Problemen: Verkrustete Strukturen und Fehlentwicklungen bei Produkten hatten die Kosten explosionsartig steigen lassen. Der vor zweieinhalb Jahren als Sanierer geholte Kleisterlee kann aber inzwischen einige Erfolge vorweisen. Bis 2004 will er 1 Mrd. Euro einsparen. Im letzten Quartal erwirtschaftete der Konzern wieder einen kleinen Nettogewinn: 42 Mill. Euro. Die wichtigste Sparte Unterhaltungselektronik bleibt jedoch weiter das Sorgenkind.

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