Scania -Großaktionär Investor sperrt sich gegen die Entsendung eines Vertreters des Lkw-Herstellers MAN in den Aufsichtsrat seines schwedischen Rivalen. Dennoch kommt Bewegung in die mächtig ins Stocken geratenen Fusionspläne von MAN und Volkswagen mit Scania.
Scania-Chef Leif Östling könnte vor Ablauf seines Vertrags aus dem Amt scheiden. Diese Spekulation gab Gerüchten um eine bevorstehende Fusion neue Nahrung. Foto: dpa
hst/mcs/HB STOCKHOLM/DÜSSELDORF. Der Vertreter eines Konkurrenten würde die Arbeit im Kontrollrat nahezu unmöglich machen, sagte Investor-Chef Börje Ekholm am Dienstag in Stockholm. Er machte grundsätzliche Bedenken geltend, ging aber nicht ausdrücklich auf Pläne des Münchener Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzerns ein, einen eigenen Sitz im Aufsichtsrat von Scania
zu erhalten. Am Montag hatte ein Investor-Sprecher gegenüber dem Handelsblatt noch geäußert: "Wir haben gesagt: Wenn MAN
einen Vertreter in dem Aufsichtsrat haben will, lässt sich das sicherlich regeln."
MAN
Investor gehört zum Reich der einflussreichen schwedischen Industriellenfamilie Wallenberg.
Die Beteiligungsgesellschaft ist drittgrößter Scania
-Eigner
nach Volkswagen
und MAN.
Über Investor und Stiftungen hält die schwedische Industriellenfamilie Wallenberg
insgesamt aber rund 30 Prozent der Scania
-Stimmrechte
und kann damit eine Übernahme nach schwedischen Recht blockieren. Gängige Lesart ist es, dass Wallenberg
dem verdienten Scania
-Chef
Leif Östling nicht in den Rücken fallen wolle und erst nach seinem Abgang einer Fusion zustimme könnte.
MAN
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-Chef
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