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Wieder schwarze Zahlen: BP schließt 2011 mit Milliardengewinn ab

Mit einem Milliardengewinn hat der britische Ölmulti BP das Geschäftsjahr 2011 abgeschlossen. Der Konzern machte mehr als 18 Milliarden Euro Gewinn. Ende 2011 saß BP noch auf einem Schuldenberg.

BP ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Quelle: AFP
BP ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Quelle: AFP

LondonDer britische Ölkonzern BP hat das Jahr 2011 mit einem Milliardengewinn abgeschlossen. Am Jahresende habe ein Gewinn vor Bestandswertveränderungen von 23,9 Milliarden US-Dollar (18,18 Milliarden Euro) gestanden, teilte BP am Dienstag in London mit. Im vierten Quartal legte der Gewinn um 65 Prozent auf 7,6 Milliarden Dollar zu.

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Im Jahr zuvor hatte der Konzern noch einen Verlust von 4,9 Milliarden Dollar wegen der Ölpest im Golf von Mexiko gemacht. Ende 2011 saß der Ölkonzern auf einem Schuldenberg von 29 Milliarden Dollar.

Im Schlussquartal des abgelaufenen Geschäftsjahres betrug der Gewinn vor Bestandswertveränderungen 7,6 Milliarden Dollar, nach 4,6 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Anteilseigner sollen für das vierte Quartal eine Ausschüttung von 8 US-Cent je Aktie erhalten. Ein Jahr zuvor waren es 7 US-Cent je Anteilsschein gewesen.

BP

Ein weiteres Risiko besteht allerdings weiterhin. Fast zwei Jahre nach der schweren Ölpest im Golf von Mexiko wappnet sich der Konzern weiter gegen eine Prozessflut. Rund 600 Zivilverfahren stehen dem Konzern ab dem 27. Februar bevor. Für Klagen nach 2012 legte BP zusätzlich 500 Millionen Dollar beiseite, wie das britische Unternehmen am Dienstag bekanntgab. Bislang hatte es eine Milliarde Dollar für Anwaltskosten veranschlagt. Konzernchef Bob Dudley stellte außergerichtliche Einigungen zu „fairen und angemessenen Bedingungen“ in Aussicht. Er sei aber auch bereit, zu kämpfen, erklärte Dudley. 

Insgesamt hat BP bislang 43 Milliarden Dollar für die Folgeschäden der größten Umweltkatastrophe der USA ausgegeben. Im vergangenen Jahr fiel die Summe um 1,8 Milliarden Dollar höher aus als zuvor veranschlagt. Nach der Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ floss fast 90 Tage lang Öl ins Meer. Es richtete an Flora, Fauna, in der Fischwirtschaft und im Tourismus große Schäden an. 

An der Rechnung für die Aufräumarbeiten beteiligen sich auch die Partner von BP, der US-Konzern Anadarko Petroleum und die japanische Mitsui. Dank deren fünf Milliarden Dollar kann BP seine Zahlungen in einen 20 Milliarden Dollar schweren Entschädigungsfonds bereits 2012 und damit ein Jahr früher als geplant einstellen. Das wiederum und die gestiegenen Einnahmen aufgrund des höheren Ölpreises versetzte BP in die Lage, die Ausschüttung an die Aktionäre zu erhöhen. Für das vierte Quartal zahlt BP eine Dividende von acht Cent. Im vergangenen Jahr waren es sieben Cent gewesen, nur die Hälfte des Niveaus von vor der Katastrophe. 

Wegen der Zahlung von Anadarko kletterte der Gewinn vor Bestandswertveränderungen im vierten Quartal um 65 Prozent auf 7,6 Milliarden Dollar. Alle Einmaleffekte herausgerechnet betrug der Zuwachs 14 Prozent auf knapp fünf Milliarden Dollar. Auch die Konkurrenten Exxon und Shell profitierten unlängst vom höheren Ölpreis. 

BP räumte den Folgen der Ölpest zuletzt Priorität ein. Dazu verkaufte das Unternehmen Geschäftsbereiche, in deren Folge zum Jahresschluss die Produktion sank. Im kommenden Jahr will BP nun wieder mehr in die Erforschung neuer Quellen und Produktion stecken. Analysten zweifeln, ob dieses Vorhaben - auch von Shell und Exxon - die selben Renditen versprechen wie in der Vergangenheit. Die BP-Aktie gab 1,4 Prozent nach.

  • 07.02.2012, 13:43 Uhrredaktion handelsblatt

    Der Schuldenstand bezieht sich auf Ende 2011. Durch die Nennung des Schuldenstands soll deutlich gemacht werden, wie viel Altlasten der Konzern noch zu bewältigen hat. Es muss also nichts korrigiert werden.

  • 07.02.2012, 12:27 UhrAnonymer Benutzer: Wolle

    Bei den Benzinpreisen wundet mich das nicht.

  • 07.02.2012, 10:47 UhrAnonymer Benutzer: Kommentarirre

    An das Handelsblatt: Gewinne haben nichts mit Schulden zu tun. Das lernt jeder Buchhalter in der ersten Stunde. Und wahrscheinlich sollte es 2010 heissen, nicht 2011. Bitte um Korrektur

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