Wiederauferstehung
Chinesen bauen MG Rover wieder in England

Die britische Automarke MG Rover will unter dem neuen chinesischen Eigentümer Nanjing Automobile im kommenden Jahr die Produktion in Europa wieder aufnehmen. Dazu wollen die Chinesen in das Werk im englischen Longbridge umgerechnet 14,5 Millionen Euro investieren, wie Nanjing-Präsident Yu Jianwei mitteilte. Rover hatte im April 2005 Insolvent angemeldet.

AP LONDON. Anfang nächsten Jahres solle dann die Montage des MG TF aus Fertigteilen aufgenommen werden, die aus China zugeliefert werden. Der Verkauf in Europa soll in der zweiten Jahreshälfte anlaufen. Laut Yu Jianwei soll in Longbridge auch ein Entwicklungszentrum errichtet werden.

„Autofreunde in aller Welt können sicher sein, dass MG, eine der ganz großen Automarken, in unseren Händen sicher aufgehoben ist“, sagte er. Der chinesische Autohersteller hatte den insolventen Autobauer Rover im Herbst 2005 für mehr als 73 Millionen Euro gekauft. Beim Konkurs hatten zuvor 6 000 Arbeiter ihre Jobs verloren. Zur Zeit arbeiten noch 80 Leute im Werk, Nanjing will nach Bedarf aufstocken.

Im Mai 2001 hatte der deutsche Autobauer BMW sein verlustreiches Engagement bei Rover beendet und die Firma für den symbolischen Preis von zehn britischen Pfund an das Phoenix-Konsortium unter Leitung des Ex-Rover-Chefs John Towers verkauft. BMW behielt damals lediglich die Kleinwagenmarke Mini, die derzeit erfolgreich läuft.

Towers gelang es hingenen nicht, die Rover zum Erfolg zu führen. Rover hatte seit 1998 kein neues Modell mehr auf den Markt gebracht.

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