Industrie

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Windanlagen: Suzlon will Repower integrieren

Der indische Windanlagenbauer Suzlon plant die Komplettübernahme von Repower - bereits jetzt besitzen die Inder große Anteile an dem Hamburger Unternehmen. Von einer Integration des Windkraftkonzerns würden die zwei unterschiedlichen Firmen wohl beide profitieren.

Ein Projekt von Repower: Die Offshore-Windkraftanlage in der schottischen Nordsee. Quelle: Pressebild
Ein Projekt von Repower: Die Offshore-Windkraftanlage in der schottischen Nordsee. Quelle: Pressebild

FRANKFURT. Der indische Windkraftanlagenbauer Suzlon bereitet sich auf eine Übernahme der verbliebenen Anteile an Repower vor. Nur wenn das Hamburger Unternehmen vollständig im Besitz von Suzlon sei, könnten die Inder die Vorteile eines integrierten Konzerns nutzen und auch die im Vergleich bessere Technologie von Repower nutzen, verlautete aus dem Umfeld der Unternehmen.

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Die Suzlon-Führung arbeite daher an Plänen für eine baldige Übernahme, für die ein Übernahmeangebot fällig werden würde. Der an der Börse verbliebene Streubesitz ist aktuell rund 100 Mio. Euro wert.

Im Gespräch mit dem Handelsblatt unterstrich Suzlon-Chef Tulsi Tanti sein Interesse an Repower, lehnte aber einen Kommentar über eine baldige Komplettübernahme ab. "Wir sind kein Finanzinvestor, sondern ein strategischer Investor. Mehr kann ich zu unserem Investment in Repower aus rechtlichen Gründen nicht sagen", sagte der Konzerngründer.

Beide Firmen arbeiteten unabhängig voneinander. Indes profitiere Repower davon, "mit uns einen starken strategischen Investor mit globaler Präsenz zu haben", sagte Tanti, der Aufsichtsratchef der Hamburger Repower ist.

Bislang kann Suzlon trotz seiner Mehrheitsbeteiligung nicht in das operative Geschäft der Norddeutschen eingreifen. Da es keinen Beherrschungsvertrag gibt, ist ein Technologietransfer zu Suzlon nicht möglich. Auf diesen ist die Gesellschaft nach Angaben aus Branchenkreisen aber angewiesen, um ihre Position auf dem Weltmarkt zu stärken. Das Image von Suzlon auf dem wichtigen US-Markt etwa hatte gelitten, da Rotorblätter der Anlagen schadhaft waren.

Derzeit ist Suzlon die Nummer fünf auf dem Weltmarkt, der zunehmend vom Schwergewicht Vestas und den finanzkräftigen Großkonzernen Siemens und General Electric dominiert wird. Repower und Suzlon zusammen würden auf Rang drei vorrücken.

Von einer Integration der Unternehmen würden beide Firmen profitieren. So ist Suzlon in Asien und Nordamerika gut aufgestellt, Repower ist hingegen auf dem wichtigen europäischen Markt stark vertreten. Auch ergänzen sich die Produktpaletten der Gesellschaften. Während die Inder kleinere, kostengünstigere Windkrafträder im Programm haben, gilt Repower bei Offshore-Anlagen als führend.

"Gemeinsam haben Suzlon und Repower ein Produktportfolio, das breiter ist als das von Vestas oder General Electric", heißt es im Umfeld der Unternehmen.

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