Windkraft-Zulieferer
Siag Schaaf stellt Insolvenzantrag

Die Siag Schaaf Industrie AG steckt seit Wochen tief in der Krise, mindestens die Hälfte des Grundkapitals ist laut Unternehmensangaben aufgezehrt. Nun will der Windkraft-Zulieferer Insolvenzantrag stellen.
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DernbachDer Windkraft-Zulieferer Siag Schaaf Industrie steht vor der Pleite: Am Montag, 19. März, werden die zahlungsunfähigen Westerwälder beim Amtsgericht Montabaur Insolvenzantrag stellen. Die Siag Nordseewerke in Emden sind nach Betriebsratsangaben nicht direkt von der Insolvenz des Mutterkonzerns aus dem rheinland-pfälzischen Dernbach betroffen. Die Siag Schaaf Industrie AG, zu deren Kerngeschäft Windkrafttechnologien an Land und auf dem Meer zählen, steckt seit Wochen tief in der Krise.

Ende Februar hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass mindestens die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt sei. Als Ursache für die finanziellen Probleme wurden Verzögerungen bei der Abwicklung von Projekten angeführt. Obwohl ein Sprecher seinerzeit betont hatte, dass das Unternehmen über „erhebliche Reserven“ verfüge und sein Bestand nicht gefährdet sei, rutschte der Windkraft-Zulieferer in die Pleite.

Die Gesellschaften der Siag beschäftigen nach Angaben des Unternehmens weltweit 1800 Menschen an elf Standorten in Europa, Nordafrika, Asien und Nordamerika. Wie viele Mitarbeiter und welche Unternehmenstöchter von der Insolvenz betroffen sind, ist bislang nicht bekannt. 2010 hatte Siag die Schiffswerft Nordseewerke zu großen Teilen von ThyssenKrupp übernommen.

Die Offshore-Windkraftbranche klagt über Probleme bei der Anbindung von Anlagen im Meer ans Stromnetz. Mehrere Windparks werden voraussichtlich erst mit monatelanger Verspätung ans Netz gehen. Der Energieriese Eon hatte kürzlich sogar die Befürchtung geäußert, dass Offshore-Windkraft in Deutschland nach Abschluss der laufenden Projekte zum Erliegen kommen könnte.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Windkraft-Zulieferer: Siag Schaaf stellt Insolvenzantrag"

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  • Ein absoluter Prolet der Herr Schaaf. Konnte den Hals nicht voll genug bekommen. Das nenn ich mal asoziales verhalten seinen Mitarbeitern gegenüber.

  • - Keine Windenergieanlagen
    - Keine Energie Anbindung an das Festland
    - Keine Energietrassen ins Landesinnere
    - Keine guten Aussichten für bezahlbare Energie !!!
    Es soll auch schon vorgekommen sein ,das der Mensch vor kälte umgekommen ist .

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