Windkraftanlagen-Bauer
Nordex erholt sich weiter

Das Geschäft des Windkraftanlagen-Bauers Nordex hat sich nach einem schwachen Jahresbeginn im zweiten Quartal wieder erholt. Operativ blieb ein Plus von 9,2 Millionen Euro. Unter dem Strich musste Nordex allerdings einen Gewinneinbruch melden. Bei seiner Jahresprognose zeigte sich der Vorstand zurückhaltender.

HB HAMBURG. Operativ (Ebit) verdiente das Unternehmen nach eigenen Angaben vom Dienstag 9,2 Mio. Euro (2008: 9,7). Im ersten Quartal hatte die Gesellschaft lediglich 0,5 Mio. Euro Gewinn erzielt. Der Umsatz stieg von 266,5 Mio. Euro im zweiten Quartal 2008 auf nun 279,2 Mio. Euro und lag damit in etwa auf Höhe der Erwartungen.

Unter dem Strich musste das Unternehmen einen Gewinneinbruch von 13,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 2,3 Mio. Euro hinnehmen. Der Vorstand machte dafür vor allem eine negatives Finanzergebnis und einen gestiegenen Steueraufwand verantwortlich. Analysten hatten einen Überschuss von 6,4 Mio. Euro erwartet.

Bei seiner Jahresprognose ruderte Nordex allerdings zurück. Die TecDax-Gesellschaft erwartet nach Angaben vom Dienstag nur noch einen Umsatz von "rund" 1,2 Mrd. Euro. Bislang hatte das Unternehmen als Ziel ausgegeben, dass die Erlöse auf "über" 1,2 Mrd. Euro steigen sollen. Im vergangenen Jahr hatte Nordex einen Umsatz von 1,14 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Als Gründe führte das Unternehmen den wegen der problematischeren Finanzierung von Großprojekten branchenweit schwierigen Absatz an. Im zweiten Halbjahr rechnet der Vorstand auch dank der Konjunkturprogramme mit einer Belebung. Die Profitabilität soll in diesem Jahr aber unter der von 2008 liegen, als die Rendite bei 5,5 Prozent lag.

Die Aktie stieg im frühen Handel um 2,3 Prozent auf 13,32 Euro.

Trotz einer Benachteiligung bei der Vergabe von Aufträgen will Nordex an seiner China-Strategie festhalten. „Langfristig ist China einer der attraktivsten Märkte“, sagte Nordex-Chef Thomas Richterich. In diesem Jahr sei der Auftragseingang dort allerdings enttäuschend. Richterich sprach davon, dass fast alle Bestellungen „aus industriepolitischen Gründen“ an lokale Anbieter gegangen seien. Nordex hat in China zwei Produktionsstätten.

Der Vorstandschef betonte, dass China für Nordex auch die Plattform für den gesamten asiatischen Raum sei. Es gebe positive Signale, dass nach einem schwachen ersten Halbjahr bald neue Aufträge aus der Region eingehen würden. Insgesamt bezeichnete Richterich den Auftragseingang im zweiten Quartal als leicht enttäuschend. „Wir hatten nach einem guten März auf mehr Bestellungen gehofft.“

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