Windkraftanlagen
Versorger investieren in Windkraft

RWE beteiligt sich an einem britischem Offshore-Projekt, für den Energiekonzern ist dies das bisher größte Investment in ein Windenergieprojekt. Auch EVE investiert kräftig in der Nordsee - Finanzinvestoren zögern dagegen.

DÜSSELDORF. Während Finanzinvestoren im Zuge der Kreditkrise ihre Engagements in der Windenergie überdenken, treiben die Energiekonzerne ihre Planungen entschlossen voran: RWE und der Regionalversorger EWE kündigten gestern zwei Projekte für Offshore-Windparks auf hoher See mit Investitionen von zusammengerechnet über einer Mrd. Euro an.

RWE beteiligt sich mit 50 Prozent an einem weit fortgeschrittenen Projekt des Versorgers Scottish and Southern vor der Küste der englischen Grafschaft Suffolk. Bis 2011 wollen die beiden Partner 140 Windturbinen mit einer Leistung von zusammen 500 Megawatt (MW) installieren und dafür 1,3 Mrd. Pfund (1,6 Mrd. Euro) investieren. Für RWE ist es das bisher größte Investment in ein Windenergieprojekt. Alle erforderlichen Bau- und Betriebsgenehmigungen liegen bereits vor, schon 2010 soll der erste Strom fließen.

EWE aus Oldenburg, Deutschlands fünftgrößter Versorger, gründete gemeinsam mit dem mittelständischen Windkraftspezialisten Enova eine Projektgesellschaft für einen Windpark in der Nordsee. Für 480 Mill. Euro wollen die beiden Partner 15 Kilometer vor der ostfriesischen Insel Borkum 44 Anlagen mit einer Leistung von bis zu 220 MW bauen. Der Bau soll 2011 beginnen und Ende 2012 abgeschlossen sein.

Getrieben von der Debatte um den Klimaschutz und staatlichen Förderungen sind europaweit zahlreiche Offshore-Windparks in Planung. Neben den Energiekonzernen wurden auch Finanzinvestoren angelockt, die sich ein lukratives Geschäft versprechen. Inzwischen gibt es wegen den Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten aber Zweifel an der Realisierung der ambitionierten Projekte, die zum größten Teil noch in einer frühen Planungsphase stecken. Ralf Bischof, Geschäftsführer des Bundesverbandes Windenergie, sagte jüngst im Handelsblatt, dass mittelständische Betreiber oder Finanzinvestoren Probleme mit der Finanzierung bekommen könnten.

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