Windkraftanlagenbauer
Repower hält Suzlon weiter auf Distanz

Der Windkraftanlagenbauer Repower pocht kurz vor der Anteilsaufstockung durch Suzlon auf seine Eigenständigkeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 31. März endete, hat Repower trotz der Wirtschaftskrise ein Rekordergebnis erwirtschaftet und rechnet auch in diesem Jahr mit Wachstum.

FRANKFURT. Suzlon will noch in diesem Monat eine 15-prozentige Beteiligung an Repower von der portugiesischen Finanzgesellschaft Martifer übernehmen. Das indische Unternehmen würde dann 91 Prozent an dem Windkraftspezialisten halten. „Wir behandeln Suzlon wie jeden anderen Aktionär auch“, sagte Vorstandschef Per Hornung Pedersen gestern in Frankfurt.

Er bleibt damit seiner Linie treu, Suzlon auf Distanz zu halten. Mit der Strategie will Pedersen sich und sein Unternehmen gegen mögliche Klagen von Minderheitsaktionären abschirmen.

Suzlon verfügt allerdings bereits über eine starke Stellung bei dem Hamburger Unternehmen. So wird der Aufsichtsrat mit Suzlon-Chef Tulsi Tanti an der Spitze von dem indischen Mehrheitsaktionär dominiert. Einen ursprünglich vereinbarten Beherrschungsvertrag musste die Firmen aber auf Druck der Banken verwerfen. Die Finanzinstitute hatten nach Angaben aus Finanzkreisen einen Abfluss von Geldern nach Indien befürchtet. Repower verhandelt mit einem Bankenkonsortium über Kredite in Höhe von 600 Mio. Euro, die unter anderem in den Bau neuer Kapazitäten investiert werden sollen. Die Finanzierung stehe, es fehlten nur einige „technische Details“, sagte Finanzvorstand Pieter Wasmuth.

Auch wenn Suzlon bei Repower kurz vor dem Ziel ist, läuft die Anteilsaufstockung schleppend. Den ursprünglich vereinbarten Aktienerwerb mussten die von der Finanzkrise gebeutelten Inder strecken, da sie die Finanzierung der Übernahme nur mit Mühen gestemmt bekommen. Die Probleme sind nun beiseite geräumt.

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