Windkraftanlagenhersteller
Millionenauftrag sichert Plambeck-Zukunft

Mit einem 400-Millionen-Euro-Auftrag hat der defizitäre Windkraftanlagenhersteller Plambeck zumindest mittelfristig seine Geschäftsbasis gesichert. Die Aktie legte darauf einen Höhenflug hin.

HB FRANKFURT. Plambeck werde für den Windparkfonds Babcock & Brown Wind Partners 30 Windparks in Deutschland bauen, teilte das Cuxhavener Unternehmen am Mittwoch mit. Der Auftrag habe ein Volumen von etwa 400 Mill. Euro. „Dieser Vertrag sichert Umsatz, Ertrag und Liquidität in unserem Kerngeschäftsfeld Windpark-Projektentwicklung onshore Deutschland für die nächsten drei Jahre ab“, erklärte Finanzvorstand Martin Billhardt. Auch die 130 Arbeitsplätze im Unternehmen seien damit gesichert.

Die im Prime Standard notierte Plambeck-Aktie reagierte mit einem Kurssprung auf die Nachricht und lag am Mittag fast 27 Prozent im Plus bei 2,73 Euro. Seit Jahresanfang haben die Anteilscheine mehr als 150 Prozent an Wert gewonnen.

Die Windparks mit rund 180 Windenergieanlagen mit einem Gesamtleistung von mehr als 300 Megawatt sollen bis 2008 in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg gebaut werden. Da Plambeck auch die technische und kaufmännische Betriebsführung der Windparks übernehme, seien Umsätze und Erträge für mindestens zehn Jahre aus dem Projekt zu erwarten. Wie hoch diese seien, wollte ein Sprecher nicht beziffern.

Plambeck kündigte zudem eine Kapitalerhöhung an, mit der sich das Unternehmen frisches Geld zur Vorfinanzierung von Windparkprojekten von den Anlegern holen will. Geplant sei eine Aufstockung des Grundkapitals um bis zu 2,25 Mill. Aktien. Der Ausgabepreis sei noch nicht festgelegt. Erst im Dezember hatte Plambeck über eine Kapitalerhöhung rund 2,47 Mill. Euro eingenommen.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen seinen Umsatz um 16,6 Prozent auf 68 Mill. Euro gesteigert. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 3,7 Mill. Euro nach einem Verlust von 136,6 Mill. Euro im Jahr 2004. Der Vorsteuerverlust verringerte sich auf 2,6 (Vorjahr: minus 145,3) Mill. Euro. Plambeck war 2004 Jahr wegen Wertberichtigungen und Projektverschiebungen tief in die roten Zahlen gerutscht. Im Sommer 2005 hatten die Banken der Firma eine neue Kreditlinie bewilligt und damit eine mögliche Insolvenz verhindert.

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