Windpark-Pläne
Helgoland wird Vorreiter bei Windkraft

Die Pläne für drei Offshore-Windparks mit einem Basishafen auf Helgoland nehmen immer konkretere Gestalt an. Das Bauvorhaben soll der Insel abseits des Tourismus ein zweites Standbein und neue Arbeitsplätze verschaffen.
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KielAm Montag hat Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Jost de Jager in einem Spitzengespräch mit Vertretern der Energiekonzerne von RWE, Eon und WindMW den weiteren Kurs zur Errichtung eines Offshore-Basishafens auf Helgoland abgesteckt und den Bedarf der Unternehmen hinsichtlich Flächen und Liegeplätzen sowie mögliche Finanzierungswege erörtert.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir unsere konstruktive Zusammenarbeit fortsetzen können und die Voraussetzungen für einen Baubeginn im kommenden Jahr schaffen werden“, sagte de Jager danach.

Gemeinsames Ziel aller Beteiligten sei, dass Helgoland im Zuge der Energiewende die erste deutsche Insel werde, die vom Ausbau der Windkraft profitiert.

Wie de Jager weiter sagte, sehen die Pläne vor, den Südhafen von Deutschlands einziger Hochseeinsel zu einer Service- und Betriebsstation auszubauen. Dazu sollen auf einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern insgesamt drei Servicegebäude mit Werk- und Lagerhallen sowie Liegeplätze für bis zu 25 Service-Schiffe entstehen. „Mit einem solchen Hafen schafft Helgoland sich neben dem Tourismus ein zweites kräftiges Standbein in einer Zukunftsbranche, die der Insel zu absehbar 150 neuen Dauer-Arbeitsplätzen und wachsendem Wohlstand verhelfen kann“, meinte der Minister.

Insgesamt sollen von der Hochseeinsel aus zukünftig drei Offshore-Windparks betrieben und gewartet werden. Neben dem Projekt Nordsee Ost von RWE Innogy sind das Amrumbank West von Eon und das Projekt Meerwind Süd/Ost des US-Finanzinvestors Blackstone. Dieses Windkraftwerk wird von der WindMW GmbH gebaut und betrieben. Alle drei Windparks liegen zwischen 25 und 35 Kilometer vor Helgoland.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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