Industrie

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Windpark: RWE will Mitarbeiter zu Miteigentümern machen

Der Energiekonzern will seine Mitarbeiter zu Windpark-Unternehmer machen. Rund 1.400 Angestellte von RWE könnten Anteile an einem Windpark der Konzerntocher Innogy kaufen. Bei dem Geschäft tragen sie das volle Risiko.

Ein RWE Innogy Windpark vor der Küste von Nordwales. Quelle: SAP/dpa
Ein RWE Innogy Windpark vor der Küste von Nordwales. Quelle: SAP/dpa

EssenDer Energiekonzern RWE will einen Teil seiner Mitarbeiter zu Windpark-Unternehmern machen. Die Ökostromtochter Innogy biete ihren rund 1400 Mitarbeitern an, Miteigentümer eines von RWE errichteten Windparks im rheinischen Jüchen zu werden, sagte Innogy-Chef Hans Bünting den Zeitungen der WAZ-Gruppe vom Mittwoch. Sie können demnach Anteile an der Betreibergesellschaft der Anlage erwerben.

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Dies sei zunächst „ein Versuchsballon“, sagte Bünting. „Wenn das Projekt in Jüchen Erfolg hat, ist es denkbar, ähnliche Angebote allen RWE-Mitarbeitern zu machen.“

RWE

Details des Beteiligungsmodells werden demnach derzeit noch intern skizziert. Fest stehe aber bereits das Projektvolumen von rund elf Millionen Euro. "Die Mitarbeiter übernehmen das volle Risiko wie ein Eigentümer, im Gegenzug können sie auf eine sehr ordentliche Rendite hoffen", sagte Innogy-Chef Bünting. Insgesamt sei eine Laufzeit von 20 Jahren geplant. „Die Anteile an dem Windpark sind handelbar. Die Mitarbeiter können also auch aus dem Projekt aussteigen.“

  • 06.02.2013, 10:38 UhrM_M

    Hallo Neptun,

    deine Aussagen beziehen sich auf die Hersteller von Windenergieanlagen, aber sie treffen nicht auf den betrieb zu.
    Die Investition kann durchaus sinnvoll sein, wenn das Projekt gut gerechnet und der Anlagentyp solide ist.
    Und nein ich arbeite nicht bei RWE oder Innogy, ich versteh jedoch was von der Materie. Sie scheinen jedoch einiges durcheinander zu bringen.

  • 06.02.2013, 10:14 UhrMazi

    Wäre es nicht ausgerechnet ein Arbeitgeber aus dem Energiegeschäft könnte man einen sozialen Tatsch vermuten.

    Bei der Vergangenheit des Unternehmens muss man die Frage stellen wie weit denn schon ist?

    RWE ist ein "systemrelevantes" Energieunternehmen und muss staatlich aufgefangen werden. Aber gleichzeitig muss darüber nachgedacht werden wer wann welche Gelder wie herausgezogen hat. Es ist die Haftungsfrage für Vorstände und Aufsichtsräte zu prüfen.

    Ob die Deutsche Bank ein systemrelevantes Kreditinstitut ist oder nicht, dürfte die Allgemeinheit nicht interessieren. Ob RWE ein systemrelevantes Energieunternehmen ist dürfte für viele Bürger viel wichtiger sein.

  • 06.02.2013, 10:04 UhrHofmannM

    Schaut es schon so schlecht auf dem Investorenmarkt für Erneuerbare Energien aus, dass man seine eigenen Mitarbeiter in die Finazierung mit einschließen muss!?
    Eine Mitarbeiterfinanierung eines Windmühlenprojekts, bei dem der Mitarbeiter nur Risiko und Verluste einstecken muss. Die Renditeversprechungen werden Versprechnungen bleiben, da den Windmühlen und der ganzen Erneuerbaren Energiebranche kein marktwirtschaftliches Grundgerüst zur Verfügung steht. Das ganze Abzockergeschäft ist auf politisch diktierten staatlichen Mist gewachsen. Ohne anders gesagt...DAS EEG ist und bleibt ein Wohlstandsvernichtungsgesetz!

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