Industrie

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Windpark: Siemens baut 80 Windräder vor Sylt

Vor der Nordseeinsel Sylt soll ein 700-Millionen-Euro teurer Windpark entstehen. Siemens hat sich nicht nur den Auftrag für den Bau gesichert, sondern auch eine Beteiligung von 22,5 Prozent.

Der Windpark BARD Offshore 1 in der Nordsee. Ein weiterer Windpark ist vor der Nordseeinsel Sylt geplant. Gebaut werden soll er von Siemens. Quelle: dpa
Der Windpark BARD Offshore 1 in der Nordsee. Ein weiterer Windpark ist vor der Nordseeinsel Sylt geplant. Gebaut werden soll er von Siemens. Quelle: dpa

ErlangenSiemens errichtet in der Nordsee vor Sylt einen weiteren großen Windpark für 700 Millionen Euro. Im Auftrag des Bremer Windpark-Entwicklers wpd baut der Konzern 80 Windräder für den Windpark Butendiek und wartet sie zehn Jahre lang. Außerdem beteiligt sich Siemens als Miteigentümer mit 22,5 Prozent an dem Projekt. Die Anlage mit 288 Megawatt Leistung soll 2015 ans Netz gehen – und auch hier ist Siemens bereits mit im Boot: Der Konzern baut das Sylwin-Umspannwerk für insgesamt vier Windparks in der Region, das schon dieses Jahr auf See installiert werden soll. Im vergangenen Jahr hatte Siemens wegen Verzögerungen bei der Anbindung von Windparks vor Borkum und Helgoland rund 600 Millionen Euro Lehrgeld zahlen müssen.

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  • 08.02.2013, 15:37 UhrHenry

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • 08.02.2013, 15:00 UhrPhilosoph

    Naja, so krass würde ich es mal nicht sehen!

    Klar ist aber, dass Offshore-Windparks (viel!!!) zu teuer sind. Die effektivsten Windräder stehen immer noch an Land (auch wenn das Landschaftlich nicht unbedingt reizvoll ist - aber wer will schon ein Atom-Kraftwerk vor der Haustür... also bitte...).

    Das Siemens hier mit 22% selbst unterwegs ist, ist sicherlich auch eine "Anlagestrategie". Auf der Bank bringt das Geld eben nichts mehr... also kauft das Unternehmen einen Windpark (den es auch noch selber errichtet - ziemlich clever!). Über die "Wartungsverträge" holt man sich die Kohle dann wieder zurück.

  • 08.02.2013, 14:33 UhrHofmannM

    Das ist schon ein betriebswirtschaftliches Armutszeugnis bei der Siemens Windsparte. Jetzt müssen die schon ihre Aufträge zu 22% selbst mitbezahlen.
    Oder anders gesagt. Das sind nicht 100% Auftragseingang und somit Umsatz sondern nur 72%.
    Das die Erneuerbare Energiebranche (Windmühlen und Solarparks) wirtschaftlich und technisch in der deutschen poliischen Ökoscheinwelt feststecken war mir schon immer klar. Aber das Siemens und Co. soweit gefallen sind, dass diese Unternehmen in der ideologischen Energiepolitik der Erneuerbaren Ethikenergie ihre Aufträge zu 1/4 selbst fianzieren und damit haften müssen, ist schon ein starkes Stück Realitätsverweigerung seiten des Siemnens Vorstands!

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