Windparkbetreiber
Frischer Wind für Plambeck

Nach einem Flautenjahr frischt bei Windparkbetreiber Plambeck Neue Energien nun der Wind auf. Das Cuxhavener Unternehmen schreibt wieder schwarze Zahlen. Doch nun soll geprüft werden, ob Management-Fehler zu den hohen Verlusten des Vorjahres geführt haben.

HB CUXHAVEN. Nach erheblichen Vorjahresverlusten kehrt Plambeck in die Gewinnzone zurück. Nach einem Minus von 141,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2004 wurde nun ein Gewinn von 200 000 Euro erwirtschaftet, erklärte Plambeck am Montag. Das positive Ergebnis sei durch den Verkauf von drei Windpark-Projekten in Brandenburg und Sachsen-Anhalt an internationale Investoren erzielt worden.

Der Umsatz konnte laut Plambeck von 12,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 19,7 Millionen Euro gesteigert werden. Damit sei fast die Hälfte des für 2005 geplanten Umsatzes gesichert. Traditionell ist in der Windenergiebranche eigentlich das Jahresendgeschäft am stärksten.

Dennoch sieht sich der Windkraftanlagenhersteller einigen Problemen gegenüber. Für die Plambeck-Hauptversammlung am Dienstag plant die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW), die Bestellung eines Sonderprüfers zu beantragen. Die DSW will klären lassen, ob die Verluste in 2004 auf handwerkliche Fehler des Managements zurückzuführen seien.

Im vergangenen Geschäftsjahr war das Unternehmen wegen Wertberichtigungen und Projektverschiebungen mit einem Verlust von insgesamt 163 Millionen Euro vor Steuern tief in die roten Zahlen gerutscht. Deswegen werde die Schutzgemeinschaft auch gegen die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmen.

Plambeck hatte sich im ersten Halbjahr zeitweise in einer angespannten Finanzsituation befunden. Die Lage hatte sich aber durch eine neue Kreditlinie verbessert, die die Banken im Mai bewilligt hatten. "Unsere Banken haben die bestehenden Kreditlinien von 18,5 Millionen Euro verlängert sowie eine weitere Projekt-Kreditlinie in Höhe von circa 4,4 Millionen Euro gewährt", meldete der Halbjahresbericht. Zum 30. Juni verfügte Plambeck über liquide Mittel in Höhe von 3,8 Millionen Euro.

Die DSW kritisiert außerdem die Plambeck-Beteiligung an dem dänischen Rotorblatt-Hersteller SSP Technology. Verschiedene Aufträge hätten nicht realisiert werden können; zeitweise ruhte die Fertigung laut DSW sogar vollständig.

Die Plambeck Neue Energien plant und realisiert Windpark-Projekte an Land (onshore) und auf hoher See (offshore). Im nächsten Jahr sollen 73 bis 87 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 140 bis 170 Megawatt gebaut werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%