Windradbauer Nordex
Warten auf den richtigen Partner

Die Auftragszahlen bei Nordex können sich trotz des Ausstieges aus dem Geschäft mit Meereswindparks sehen lassen. Was jetzt noch fehlt, ist ein Vertriebspartner in China. Ein Staatsbetrieb könnte die Lösung sein.
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FrankfurtDer Windturbinenbauer Nordex rechnet trotz des Abschieds aus dem Geschäft mit Meereswindparks sowie der Probleme in China 2012 mit schwarzen Zahlen. „Davon bin ich überzeugt, und der Start ins Jahr bestätigt mich“, sagte Nordex-Chef Jürgen Zeschky der „WirtschaftsWoche“. Im Auftaktquartal hatten sich Auftragseingang und -bestand mehr als verdoppelt. „Das ist eine solide Basis für ein positives Ergebnis“, sagte Zeschky. Den dringend benötigten Partner im weltgrößten Absatzmarkt China kann Nordex aber weiterhin nicht präsentieren.

Für ausländische Unternehmen sei die Volksrepublik praktisch abgeschottet. „Obwohl wir dort seit 1998 produzieren, verlieren wir an Boden. Die geringe Auslastung unserer Werke dort kostet uns richtig Geld.“ Deshalb brauche Nordex kurzfristig einen Investor. „Alleine schaffen wir es jedenfalls nicht.“

Nordex verhandelt mit einem staatlichen Energieversorger, der selbst große Windparks baue. Die gegenseitige Prüfung sei im Mai abgeschlossen worden. „Wir warten nun, weil bei unserem Partner das Management in der Muttergesellschaft gewechselt hat. Wann sich etwas bewegt, wissen wir nicht.“

Neben der Schwierigkeiten in China kämpft die Branche, zu der neben Nordex auch REpower mit seiner Konzernmutter Suzlon sowie Vestas gehören, mit Überkapazitäten und Preisverfall. Bei Nordex weitete sich der Betriebsverlust (Ebit) im ersten Quartal auf 9 Millionen Euro aus. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern früheren Angaben zufolge einen Betriebsgewinn zwischen zehn Millionen und 33 Millionen Euro.

Daran ändere auch der Abschied aus dem Geschäft mit Meereswindparks nichts, hatte Nordex erklärt. Die Verhandlungen mit einem möglichen Partner zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für das kapitalintensive Geschäft mit Windparks im Meer waren im April gescheitert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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