Windturbinenbauer
Repower verschiebt Markterholung

Das ist kein guter Tag für Repower: Der Hamburger Windturbinenbauer hat zum einen durchwachsende Quartalszahlen vorgelegt. Und zum anderen muss sich das Unternehmen nach einem neuen Finanzvorstand umsehen: Pieter Wasmuth trennt sich nach fast fünf Jahren im gegenseitigen Einvernehmen von Repower.

FRANKFURT. Der Windkraftanlagenbauer Repower hat die Hoffnung auf eine schnelle Erholung der Branche gedämpft. „Die kommenden neun bis zehn Monate werden für die Branche herausfordernd sein“, sagte Vorstandschef Per Hornung Pedersen gestern auf einer Telefonkonferenz. Verantwortlich für seine Zurückhaltung machte der Däne die weiterhin schleppende Vergabe von Krediten sowie eine Zurückhaltung von Großkunden bei der Bestellung neuer Windräder.

Der Manager äußerte sich daher zurückhaltend zum weiteren Jahresverlauf. Umsatz und Ergebnis würden eher am unteren Ende der Prognose liegen. Repower rechnet für das bis Ende März 2010 laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 1,4 bis 1,5 Mrd. Euro und einem Gewinn vor Steuern und Zinsen von 105 bis 128 Mio. Euro. Im vergangenen Jahr hatte die Gesellschaft 1,2 Mrd. Euro umgesetzt und dabei 76,9 Mio. Euro verdient.

Die gedämpfte Erwartung begründete das mehrheitlich von der indischen Suzlon kontrollierte Unternehmen mit der Verschiebung von Windparks. In der gesamten Industrie würden sich Projekte verzögern, sagte Finanzvorstand Pieter Wasmuth. Grund sei, dass sich die Banken bei der Finanzierung der Parks zurückhielten. Zudem würden sie umfangreiche Informationen zu den jeweiligen Projekten anfordern.

Wasmuth kündigte gestern überraschend seinen Rückzug an. Sein bis November laufender Vertrag werde „im gegenseitigen Einverständnis“ vorzeitig zum 31. August aufgelöst, sagte der 43-Jährige. Einen Grund für seinen Weggang nannte er nicht.

Repower ist nicht als einziges Unternehmen von der Zurückhaltung der Banken betroffen. So schrumpften im vergangenen Quartal nach Angaben der Marktforschungsfirma New Energy Finance die weltweiten Investitionen in Wind- und Solarparks um ein Drittel auf 24,3 Mrd. Dollar.

Wegen der rückläufigen Investitionen rechnen Experten für 2009 mit einer Verschnaufpause bei der neu installierten Windkraftleistung. Vor allem der US-Markt steht unter Druck – der Branchenverband VDMA erwartet in den USA wegen der Kreditklemme ein Minus von 30 Prozent. 2008 hatten die Vereinigten Staaten Deutschland noch als größten Windenergiemarkt abgelöst.

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