Winterkorn übernimmt
VW im Glück

Zum 1. Januar 2007 übergibt Bernd Pischetsrieder die Führung des VW-Konzerns an den bisherigen Audi-Chef Martin Winterkorn. Hatte Pischetsrieder bei seinem Amtsantritt im Jahr 2002 einen Sanierungsfall vorgefunden, sieht die Situation heute viel besser aus. Noch sind zwar nicht alle Probleme gelöst, doch die Richtung stimmt.

hof FRANKFURT. Höhere Produktivität, weniger Personal, eine wachsende Auslastung, sinkende Kosten und höhere Gewinne. „VW scheint auf einem guten Weg zu sein, sein Restrukturierungsziel von 5,1 Mrd. Euro Vorsteuergewinn im Jahr 2008 zu erreichen“, urteilt Patrick Juchemich, Autoexperte beim Bankhaus Sal. Oppenheim.

Winterkorn zeigte sich zuletzt gegenüber Analysten sogar noch ein wenig optimistischer: Der Konzern werde die Ziele „mindestens“ erreichen, kündigte er an. Die eingeschlagene Richtung wird der bisherige Audi-Chef dazu wohl nicht ändern müssen, doch er will das Tempo erhöhen. Die Unterstützung des Großaktionärs Porsche ist ihm dabei gewiss.

Schon auf Basis der bisherigen Entscheidungen ist der Konzern nach Einschätzung Pischetsrieders „wetterfester“ geworden. Dies muss VW 2007 beweisen. Analysten rechnen mit einem Nettogewinn von mehr als 2,2 Mrd. Euro. Das entspricht einer Verdoppelung gegenüber 2005. Auch im laufenden Jahr zeigen sich bereits Fortschritte: Der von Pischetsrieder angekündigte „Absatzrekord und höchste Umsatz der Unternehmensgeschichte“ wird sich trotz Restrukturierungskosten von mehr als zwei Mrd. Euro in einem höheren Gewinn niederschlagen. Optisch wird dieser zusätzlich durch eine Änderung der Bilanzierung der Körperschaftssteuer um rund eine Mrd. Euro aufgewertet, wie VW errechnet hat.

Der größte positive Ertragseffekt wird in diesem und dem nächsten Jahr von der Kernmarke VW erwartet. Sie verzeichnete 2006 ein Verkaufsplus von rund 10 Prozent auf 3,4 Millionen Fahrzeuge und repräsentiert damit etwa 60 Prozent des gesamten Konzernabsatzes. Schon nach neun Monaten verdiente die VW-Markengruppe operativ 1 Mrd. Euro, das Zehnfache des Vorjahres. Die Markengruppe Audi verdiente im selben Zeitraum allerdings 200 Mill. Euro mehr. Sie steuert 2007 auf neue Rekordwerte bei Gewinn und Rendite zu.

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