Wintersportausrüstung: Snowboard-Bauer setzen Modetrends

Wintersportausrüstung
Snowboard-Bauer setzen Modetrends

Junge Snowboarder sind der Traum eines jeden Sporthändlers: Weder Wirtschaftskrise noch schlechte Schneeverhältnisse können die zahlungskräftige Zielgruppe vom Kauf teurer Ausrüstung abhalten. Längst ist das Snowboarden zur weltumspannenden Industrie geworden.

MÜNCHEN/STUTTGART. Sie haben viel Zeit und vor allem genügend Taschengeld: Jugendliche Snowboarder sind der Traum eines jeden Sporthändlers. "Die Kids kaufen sich auch dann eine neue Ausrüstung, wenn andere Wintersportler wegen Schneemangels darauf verzichten", sagt Gerhard Brandl, Snowboard-Experte des Händlerverbunds Sport 2000. Deshalb ist das Geschäft mit den breiten Brettern auch deutlich stabiler als der stark schwankende Ski-Markt.

In diesen Tagen schauen viele jungen Boarder nach Korea. In Gangwon treffen sich die Besten ihrer Sportart zur ersten Snowboard-Weltmeisterschaft auf asiatischem Boden. Damit rückt für ein paar Tage ein Sport ins öffentliche Blickfeld, der sonst eher durch laute Musik und schräge Sprungrampen am Rande der Skipisten auffällt.

Dabei ist das Snowboarden längst eine weltumspannende Industrie geworden. Spezialisten wie Burton oder Nitro machen nichts anderes, als die bunten Bretter zu entwerfen und zu vermarkten. Vor allem aber verkaufen sie die dazugehörigen modischen Klamotten. "Inzwischen machen die großen Marken ihr Geld in erster Linie mit Textilien", sagt Sport-2000-Manager Brandl.

20 Jahre ist es inzwischen her, dass Jugendliche mit Snowboards erstmals in größerer Zahl über die europäischen Pisten gerutscht sind. Eines ist jedoch bis heute unverändert: Snowboarden ist mehr als ein Sport, es ist Lifestyle. Deshalb drängen auch immer mehr Modemarken in dieses Feld, die aus ganz anderen Bereichen kommen - wie etwa der US-Konzern Quiksilver, dessen Wurzeln im Wellenreiten liegen.

Allerdings hat auch das Snowboard-Geschäft seine Auf- und Abwärtsbewegungen. Die Branche hat in den beiden vergangenen schneearmen Wintern schwer gelitten. Nach Angaben von Intersport, dem größten europäischen Sporthändler, gingen dabei bis zu 15 Prozent weniger Boards über die Ladentheken als früher. Noch schlimmer sah es allerdings im Alpin-Bereich aus, Langlaufskier beispielsweise waren so gut wie unverkäuflich. Viele jugendliche Snowboarder hingegen fahren bereits im Herbst auf die Gletscher in den Alpen und lassen sich von den grünen Wiesen im Flachland nicht abhalten.

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