Winterwunder
Sportbranche glänzt in der Krise

Minustemperaturen und Schneeschauer lassen die Sportbranche jubeln. Weil Skijacken und Wanderstiefel sehr gut verkauft werden, können Händler und Hersteller von Sportbekleidung und-ausrüstung auf der Messe Ispo im Januar mit guten Zahlen überraschen.

MÜNCHEN. Strahlende Gesichter mitten in der Krise: Auf der Sportmesse Ispo in München könnte die Stimmung nicht besser sein. Die meisten Händler und Produzenten zeigen sich in diesen Tagen auf der weltgrößten Ausstellung der Branche hoch zufrieden mit dem Geschäft. "Wir hatten den besten Januar in der Unternehmensgeschichte", jubelt der Sporthändlerverbund Intersport. Zu Beginn des Jahres schossen die Umsätze in den 1 400 Läden der Gruppe um 27 Prozent nach oben. Und damit ist Intersport nicht allein. "Es sieht gut aus", sagt auch Peter Schöffel, Inhaber des schwäbischen Outdoor-Ausrüsters Schöffel.

Die Branche profitiert vom schneereichen und kalten Winter, der in ganz Mitteleuropa für einen florierenden Absatz von Skiern, Schlitten und warmer Kleidung sorgt. "Wir hatten unsere Krise vor drei Jahren", sagt Stefan Rosenkranz, Geschäftsführer des Münchener Bergsport-Spezialisten Salewa. Damals fiel den ganzen Winter über kaum Schnee und die Sportgeschäfte konnten Ausrüstung kaum an den Mann bringen. In der Folge mussten viele Händler aufgeben, die Skihersteller rutschten reihenweise in die roten Zahlen.

Von der düsteren Stimmung ist dieses Jahr auf dem Münchener Messegelände nichts zu spüren. Die Ispo ist komplett ausgebucht, obwohl die weltweit führenden Sportkonzerne Nike, Adidas und Puma schon seit Jahren nicht mehr vertreten sind. Auch andere große Anbieter wie Quiksilver haben abgesagt. Da die Sportbranche aber zersplittert und von vielen mittelständischen Unternehmen geprägt ist, fällt die Abwesenheit der Marktführer kaum auf.

Die Mehrheit der Sportartikelhersteller erwartet auch in den kommenden Monaten ein gutes Geschäft - Rezession hin oder her. In diesen Tagen werde die Ware für das gesamte erste Halbjahr ausgeliefert, sagt Salewa-Manager Rosenkranz. "Die Händler haben nicht weniger geordert als im Vorjahr."

Auch die Ladenbesitzer sind optimistisch. Mehr als die Hälfte der Mitglieder von Intersport rechne dieses Jahr mit einem Umsatzplus, heißt es bei der Genossenschaft aus Heilbronn. Immerhin ein Drittel gehe sogar von einem steigenden Gewinn aus.

Seite 1:

Sportbranche glänzt in der Krise

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%