„Wir bleiben unabhängig“
BMW will solo bleiben

Den Autobauer BMW lässt die mögliche Allianz von GM mit Renault-Nissan unbeeindruckt. „In vielen Fällen trifft das nicht ein, was auf der Kostenseite erwartet wurde“, sagte Konzern-Chef Helmut Panke am Mittwochabend in München. Außerdem ist man in München froh, bei unternehmerischen Entscheidungen keine Kompromisse eingehen zu müssen.

HB MÜNCHEN. Panke pocht trotz der hitzigen Diskussionen um globale Allianzen unter den Autobauern auf die Unabhängigkeit von BMW. Eine Allianz wie die geplante Verschränkung der Autokonzerne General Motors, Nissan und Renault komme für BMW nicht in Frage. Damit würde BMW sein Profil verlieren und müsste unnötige Kompromisse machen. „Wir sind profitabel, weil wir unabhängig sind. Und wir sind unabhängig, weil wir profitabel sind“, sagte Panke am Mittwochabend in München. Große Zusammenschlüsse brächten allenfalls kurzfristig höhere Profite. Langfristig nähmen solche Riesengebilde allerdings Schaden. BMW hatte mit der Übernahme der britischen Rover-Gruppe Schiffbruch erlitten.

Bei technischen Projekten seien Kooperationen demgegenüber weiterhin möglich, verwies Panke auf die Auftragsfertigung des Geländewagens BMW X3 durch die austro-kanadische Gruppe Magna Steyr, die gemeinsame Entwicklung kleiner Motoren mit der französischen PSA Peugeot-Citroen oder von Hybrid-Antrieben mit GM und DaimlerChrysler.

Panke bekräftigt Ziele für 2006

Der BMW-Chef bekräftigte die Gewinnziele für das laufende Jahr. „Man kann jetzt schon sagen, auch auf der Finanzseite sind wir auf gutem Wege, das kommunizierte Ziel von vier Mrd. Euro vor Steuern zu erreichen.“ BMW werde auch in den nächsten Jahren weiter wachsen. „Wir werden nicht nur dieses Jahr unsere Ziele erfüllen, sondern auch langfristig diesen Weg weitergehen“, formulierte der Konzernchef.

Gegen Währungsschwankungen aller Art sei das Unternehmen 2006 abgesichert. Im vergangenen Jahr hatte der schwache Dollar auf dem Gewinn des Autobauers gelastet. „Der Dollar kann dieses Jahr machen, was er will. Er schlägt nicht mehr auf das Ergebnis durch“, sagte Panke. Auch die Rohstoffkosten habe BMW im Griff.

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