„Wir haben Audi um Auskunft gebeten"
EU geht Beschwerde von Audi-Händlern nach

Die Nachforschungen der EU-Kommission bei Audi wegen angeblich rechtswidriger Geschäftspraktiken beruhen auf einer Wettbewerbsbeschwerde von Audi-Händlern. Den Händlern zufolge wolle der Konzern den Verkauf zwischen einzelnen Händlern verhindern.

HB BRÜSSEL. Die Kommission habe die Beschwerde erhalten, dass das Tochterunternehmen des größten europäischen Autokonzerns Volkswagen versuche, den nach EU-Recht erlaubten Verkauf von Autos zwischen einzelnen Händlern zu verhindern, sagte ein Sprecher der EU-Wettbewerbsbehörde am Montag in Brüssel. „Wir haben Audi um Auskunft gebeten.“

Das Unternehmen müsse nun in angemessener Zeit antworten. Die Untersuchung sei in einem Frühstadium und das Anfordern von Informationen das übliche Verfahren, wenn es Beschwerden gegen ein Unternehmen gebe.

Ein Audi-Sprecher hatte bereits am Sonntag einen Bericht des Magazins „Focus“ bestätigt, wonach ein Auskunftsersuchen der EU eingegangen sei. „Das werden wir in angemessener Frist beantworten“, sagte er.

Nach den neuen EU-Regeln für den Autoverkauf dürfen Händler auch untereinander mit Autos handeln und damit Preisunterschiede zwischen den einzelnen EU-Staaten nutzen. Bei einem Verstoß gegen diese Regeln könnte die EU-Kommission hohe Strafen verhängen.

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