„Wir liegen ja nicht auf der Couch und schlafen“
Lufthansa entwickelt Strategien gegen Hedge-Fonds

Europas zweitgrößte Fluggesellschaft Lufthansa wappnet sich gegen mögliche Angriffe von Hedge-Fonds. „Wir liegen ja nicht auf der Couch und schlafen“, sagte Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber in einem am Samstag vorab veröffentlichten Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

HB FRANKFURT. „Natürlich muss man Strategien haben, wie man eventuellen Angriffen begegnet“, fügte er hinzu. Zu den Aktionären der Lufthansa zählten neben rund 80 Prozent langfristig orientierten Anlegern auch Hedge-Fonds, die am kurzfristigen Auf und Ab der Branche verdienen wollten, sagte Mayrhuber.

Auf die Abwehrstrategie der Fluggesellschaft, deren Symbol der Kranich ist, wollte Mayrhuber nicht näher eingehen. In Anspielung auf den Vergleich von kurzfristig orientierten Investoren mit Heuschrecken durch den SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering sagte er aber: „Kraniche fressen „Heuschrecken'“. In den Chefetagen deutscher Unternehmen wächst die Sorge um die Einmischung von Hedge-Fonds in das operative Geschäft, seit mehrere dieser auf schnelle Rendite zielenden Fonds den Chef der Deutschen Börse, Werner Seifert, im Mai zum Rücktritt gezwungen hatten. Verschiedene Studien hätten gezeigt, dass im Deutschen Aktienindex Dax gelistete Unternehmen jeweils bis zu 15 Prozent im Besitz solcher Fonds seien, hatte der Chef-Volkswirt der Commerzbank, Ulrich Ramm, am Freitag gesagt.

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