„Wir sind im Angriffsmodus“
General Electric rückt Siemens auf die Pelle

Siemens kämpft derzeit mit einem heftigen Auftragseinbruch. Rivale General Electric zögert nicht lange, und will den Angriff auf die Deutschen in ihrer Schwächephase verstärken. Erste Erfolge zeigen sich bereits.
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GarchingVoller Stolz trat Siemens-Chef Peter Löscher vor zwei Jahren in Berlin vor die Führungskräfte seines Konzerns. Nach jahrzehntelanger Aufholjagd hatten die Münchener in Sachen Profitabilität das Niveau des Rivalen General Electric erreicht. "Wir sind auf Augenhöhe", sagte Löscher. Aus der letzten Konjunkturkrise kam Siemens dann zudem mit mehr Schwung heraus.

Doch auf den Lorbeeren ausruhen konnte sich Löscher nicht - im Gegenteil. Aktuell leiden zwar beide Rivalen unter der Konjunkturabkühlung, doch bei Siemens fiel der Einbruch beim Auftragseingang besonders heftig aus. Als Reaktion lässt Löscher gerade ein neues Sparprogramm entwerfen. GE will nun in dieser Phase Siemens verstärkt auf dem deutschen Heimatmarkt angreifen. "Wir sind weiter im Angriffsmodus", sagte GE-Deutschland- und Europa-Chef Ferdinando Beccalli-Falco dem Handelsblatt.

Trotz Abschwung will GE keine Abstriche bei den Investitionsplänen machen. Laut Beccalli-Falco gewinnt der Konzern in Deutschland derzeit Marktanteile. 2012 werde der Deutschland-Umsatz wahrscheinlich prozentual zweistellig wachsen. Zum Vergleich: Siemens steigerte den Umsatz im Heimatmarkt mit seinen 119 000 Inlandsbeschäftigten in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres um drei Prozent auf 8,1 Milliarden Euro.

GE hat hierzulande allerdings auch starken Nachholbedarf. Auf vielen Feldern dominiert Siemens nahezu unangefochten. General Electric verkündet zwar alle Jahre wieder Deutschland-Offensiven. Doch liegt der Marktanteil laut Experten in vielen Segmenten allenfalls im niedrigen einstelligen Prozentbereich, der Umsatz laut Beccalli-Falco im einstelligen Milliardenbereich.

Bis 2015 will Beccalli-Falco die Erlöse in Deutschland verdoppeln. Er hat die Vertriebsmannschaften und die Forschungsabteilungen massiv ausgebaut. In den vergangenen Monaten wurden 500 Mitarbeiter eingestellt, aktuell sind es rund 7 000 Beschäftigte. Das europäische Forschungszentrum in Garching soll doppelt so groß werden wie aktuell. Geplant sind Investitionen von 30 Millionen Euro und die Einstellung von 200 zusätzlichen Forschungsingenieuren.

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Ehrgeizige Expansionspläne

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  • Genau, und *alle* anderen im internationalen Projektgeschäften tätige Unternehmen haben eine reinweisse, persilgewaschene, unbefleckte Weste. Wir denken hier nur mal an den mit Perle, Wolfowitz, Libby, Armitage, Bush und Cheney verknüpften Irakkrieg sowie den uneigennützigen Halliburton-Konzern usw. etc. pp. Da ist Siemens ja wirklich sowas von ein echt böser Vetternkonzern dagegen!

  • @Brasil: "Es gibt wohl kein einziges Projektgeschaeft auf der ganzen Welt, das Siemens sich nicht durch Korruption erkauft hat!
    ..................................................
    Allein die Formulierung "es gibt wohl.." zeigt, dass Sie keine Ahnung haben und hier lediglich Ihre eigenen Vermutungen zum Besten geben.
    Vielleicht ist Ihnen entgangen, dass Herr Löscher bereits vor mehr als 5 Jahren ein mächtiges "Compliance-Team" im Konzern zum Kampf gegen Korruption aufgestellt hat. Seither dürfen Mitarbeiter nicht einmal mehr einen Kugelschreiber an Kunden vergeben, ohne dies in einem Formular zu dokumentieren. Einladungen von Kunden zum Essen sind bis max. € 37,- zulässig und zu dokumentieren. Alles was darüber hinausgeht, wird scharf auf Compliance-Belastbarkeit geprüft.

    Also, bevor Sie hier "dümmliche" Vermutungen zum Besten geben, erst einmal informieren.

  • Da sich Siemens aus der Kerntechnik zurückgezogen hat, ist der Konzern für die zentrale Zukunftstechnologie nicht mehr aufgestellt. Der Schwachsinn mit Windmühlen und Sonnenplatten wird ein Rohrkrepierer werden und Siemens mit in den Abgrund reißen.

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